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#1 Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 12.03.2016 04:44

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Guten Morgen Leute.

Irgendwo hatte ich die Idee schon mal erwähnt. In diesem Thread können wir alles sammeln, was sich an Klischees, Irrtümern & dubiosen oder witzigen Geschichten rund um unsere Sowjetmenschenautos mit der Zeit so ansammelt. Vielleicht fällt dem ein oder anderen ja auch ein kurioses oder schönes Erlebnis ein, das er hier verewigen möchte.

Grüße.
Axel

#2 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 12.03.2016 05:15

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Natürlich gehe ich gleich mal mit gutem Beispiel voran. Hier mal etwas aus der Abteilung Irrtümer.

Viel wichtiger als die Tricks dubioser Verkäufer (die mir damals auf der Suche nach (m)einem Ural das Fell über die Ohren ziehen wollten), die ich hier nach & nach schildern möchte, ist das Folgende. Immer wieder kommt es vor, dass Neulinge auf diese Anzeigen hereinfallen, in denen steht: "einfach einsteigen & losfahren". Das gibt es nicht! Zumindest bei Lkw's, wie das bei GAZ 69 & UAZ ist weiß ich nicht, vermute aber ähnliches. Die Leute glauben immer, man zahlt etwas mehr & dafür ist das Fahrzeug schon durchgewartet. Hat eventuell laut Anzeige auch TÜV. Also einfach einsteigen & losfahren, & dann ganz langsam in die Wartung reinwachsen. So ist es aber leider nicht. Man sollte bedenken, man kauft ein ca. 30 Jahre altes russisches Militärfahrzeug. Und das von einem Privatverkäufer. Das ist nun mal kein Neuwagen aus dem Autohaus. Der TÜV ist auch nur eine mehr oder weniger aussagefähige Momentaufnahme, aber kein Heilsversprechen. "Alles top, einfach einsteigen & losfahren" bedeutet (wenn es denn überhaupt stimmt), dass mann ohne größere Pannen & mit halbwegs gutem Gewissen das Fahrzeug auf der eigenen Achse überführen kann. Mehr aber auch nicht. Es befreit leider auch nicht vor der Wartung des Wagens. Nur über die Dinge, die ich selbst erledigt habe, weiß ich auch sicher Bescheid. Keine Ahnung, ob der Verkäufer wirklich alle Flüssigkeiten gewechselt hat, ob er die Bremsen neu gemacht hat usw. Bei den meisten hat es sich dann mit dem neuen Hobby schon vorher erledigt, bei manchen leider erst hinterher, dann kommt die berühmte Hobbyaufgabe. Außerdem gehört das Basteln einfach zum Spiel dazu, da muss man die lange Bastelzeit bis zur ersten Zulassung einfach durchstehen. Die Freude ist dann auch um so größer.

Dies war der böse moralisch erhobene Zeigefinger, beim nächsten mal schreib ich dann wie versprochen was über die Tricks dubioser Verkäufer.
Axel

#3 RE: Lach- & Sachgeschichten von Dirk 12.03.2016 07:37

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Prima Idee, hört sich spannend an
Ich muß jetzt los mitm GAZ (erstes Oldie-Treffen diese Saison heute in Mannheim) schreibe dann heute Abend was zum Thema

#4 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 13.03.2016 02:13

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Ich hoffe, du hattest viel Spaß auf dem Treffen. Was zum Thema wird natürlich immer gern genommen.

Hier mal eine der weniger spannenden Sachen, weil auch neulich erst im Forum von mir erwähnt:

Du stehst dann vor so einem Wagen. Und weil der Verkäufer richtig auftrumpfen wollte, hat er dich schon am Tor damit abgeholt. Aha, fahren tut er also. Du hast zwar an & für sich keinen Blassen, hast dich aber gerade deshalb so gut es geht vorbereitet. Daher sagst du irgendwann, er soll dir die Druckluftkessel mal zeigen & auf das Ventil zum Entwässern drücken. Der gute Mann macht das auch halbwegs bereitwillig. Aus jedem der Kessel kommt etwa ein halber Liter Club Cola, Rondo Kaffee oder wie man die Rostbrühe auch immer angemessen bezeichnet. Wenigstens ist das meiste davon dem Mann in den Ärmel gelaufen, er musste ja das Ventil gedrückt halten. Er krabbelt also unter dem Auto hervor & sagt dir ohne rot zu werden ins Gesicht den Verkaufs-Standardsatz: "Das muss so sein!"
Muss es nicht! 2 Sachen hat man jetzt in Erfahrung gebracht. Punkt 1: von den 30 Sekunden Fahrt von & zum Tor & dem probeweise Füllen der Kessel wäre nicht mal in den tropischen Regenwäldern soviel Wasser da drin. Das ist schon ein Indiz über den vermutlich schlechten Pflegezustand der Kessel & des ganzen Fahrzeugs. Und über den Verkäufer. Nicht mal zur Besichtigung hat er sich die Mühe gemacht, die Kessel zu entwässern. Punkt 2: dem entsprechend ist dann auch die Farbe des Wassers. Es war so richtig schön rostbraun, stand also schon ewig in den Kesseln. Sollte man sich trotzdem für den Kauf des Wagens entscheiden, weiß man jetzt wenigstens, dass man sich auch gleich um das Beschaffen neuer Kessel kümmern kann.

Überraschend habe ich dieses Fahrzeug nicht erworben & würde von diesem Verkäufer nicht mal nen warmen Händedruck entgegennehmen.
Axel

#5 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 20.03.2016 15:00

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Eine Geschichte, die der Märchen(verkäufer)onkel immer wieder gerne zum Besten gibt, ist die vom originalen Sowjetreifen. Denn der natürlich- & meist sonnengereifte Reifen "Made in USSR" ist ja wohl der allerbeste überhaupt.

Einmal hab ich einen Ural besichtigt, mit dem nachweislich regelmäßig Leute durch die Gegend gefahren werden. Irgendwann fiel mein Blick auf Reifen & Räder. Die Reifen waren in einem besorgniserregenden Zustand. Die vielen kleinen Risse, vor allem wenn der Reifen schon spröde ist, kennen sicher die meisten. Auch total abgefahrenes Profil sieht man ab & zu. Aber diese Reifen waren ganz anders. Da waren riesige Risse drin, teilweise konnte man das Gewebe sehen. Und die Stollen des Profils hingen an vielen Stellen in Fetzen herunter. Ich will gar nicht wissen, wie er das geschafft hat. Ich habe damals gestaunt, dass da beim Fahren nicht die Brocken weg geflogen sind. Dazu passten auch die Felgen, aus denen überall der Rost gekrochen kam. Als ich den guten Mann darauf angesprochen habe, hat er als erfahrener Schrauber mich unwissenden Neuling mit väterlich-weisem Lächeln erstmal aufgeklärt. Dies sah in etwa so aus: "Das muss so sein! Das macht den Reifen gar nichts. Das merkst du beim Fahren überhaupt nicht. Neuer Reifen? Mach das bloß nicht. Du musst auf jeden Fall die sowjetischen Reifen drauf lassen, das sind die allerbesten. Die halten noch ewig." ------- Und sonst so? Aber es ist wirklich genau so passiert.

Bei meinem Ural waren auch noch die Sowjetreifen drauf, als ich ihn gekauft hab. Die waren aber in einem für die Überführung gebrauchsfähigen Zustand. Zudem waren wir uns einig, sollte es während der Überführung stärker regnen, bleiben wir stehen. Da haben mich später viele gefragt, warum ich die nicht drauf lasse. Wenn ich dann sagte, schau die mal genau an, kam immer die gleiche Antwort. Nämlich: "du hast Recht, die habens auf Dauer hinter sich." Gerade die Originalos kaufen ja noch den letzten Mist, Hauptsache original "Made in USSR". Die UdSSR wurde 1991 aufgelöst. Wie lange hat man das wohl noch in die Reifen geprägt, bis es letztlich durch "Made in Russia" ersetzt wurde? Selbst im günstigsten Fall, es ist ein um die 25 Jahre alter Reifen. Tatsächlich noch nicht gefahren & immer trocken & dunkel gelagert? Und selbst wenn es so wäre? In Anzeigen steht meist sowas wie "noch 80%". Diese Reifen sind doch in der Regel schon spröde & knüppelhart. Da ist spätestens bei Regen der Ofen aus.
Wenn es denn unbedingt original sein soll, kann man sich doch einen Satz schöner neuer Gewebereifen "Made in Russia" besorgen. Oder?

Grüße.
Axel

#6 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 10.04.2016 20:48

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Ein neuer Kalendermonat, eine neue Geschichte. Und wer den Beitrag Nummer 5 gelesen hat, der weiß auch schon, worum es geht. Nämlich um das sowjetische Öl, das beste Öl aller Zeiten.

Den Menschen aus dem letzten Beitrag habe ich auch gefragt, wie alt denn das Öl ist. Worauf hin er mich fragte, welches Öl. Ich habe dann auf die Achsgetriebe gedeutet & gesagt, dass wir ja mal mit dem Öl in eben jenen Getrieben anfangen können. Da erklärt er mir mit stolz geschwellter Brust, dass er dieses Öl noch nie gewechselt hat. Da wäre noch das originale Öl drin. Und dann kam die alte Leier... Und endete damit, dass ich doch um Himmels willen das alte Öl drin lassen soll, denn das originale sowjetische Öl ist das Beste. Bloß nicht wechseln. Er hat mir dann bestätigt, dass in allen Getrieben noch das gute alte Öl drin ist!!! Die Frage nach dem Motoröl habe ich mir deshalb gleich gespart.

Fazit:
Auch das weltbeste Öl, von Proletariern des 1. Arbeiter- & Bauernstaates wahrscheinlich noch von Hand gepresst (oder so), wird nach so langer Zeit längst zu einem dicken stinkenden Klumpen sowjetischen Mineralölgelees mutiert sein.
Außerdem kann man sich gut vorstellen, in welchem dementsprechenden Zustand sich die Getriebe befinden.
Und was ich überhaupt nicht verstehe, wieso sagt er nicht einfach, dass er das Öl gewechselt hat? Hätte ich ihm ja erstmal glauben müssen, oder? Oder hat er den Mist tatsächlich ernst gemeint?

Ich weiß es nicht.
Axel

#7 RE: Lach- & Sachgeschichten von Dirk 11.04.2016 00:07

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Zitat von Ion Tichy im Beitrag #6

Und was ich überhaupt nicht verstehe, wieso sagt er nicht einfach, dass er das Öl gewechselt hat? Hätte ich ihm ja erstmal glauben müssen, oder? Oder hat er den Mist tatsächlich ernst gemeint?



kaum zu glauben: es gibt noch ehrliche Menschen !!
(...und auch ziemlich doofe noch dazu )

Ist ja bei den Reifen auch nicht viel anders. Bei den Russenmoppeds schwören manche auf die russischen Reifen egal wie alt die schon sind, möglichst noch mit CCCP drauf.
Also Reifen sind ja schon beim Auto verdammt wichtig, aber bei einem Motorrad gehts noch mal ne Kategorie mehr in Richtung Lebensversicherung.
Die CCCP-Mopped-Pellen waren wohl schon werksneu nicht für Asphalt-Pisten konzipiert, und sind es 30 Jahre später bockelhart und versprödet wohl erst recht nicht mehr.
Wenn man sein Fzg. nicht nur im Museum stehen hat, sondern damit am Straßenverkehr teilnehmen will, darf man sich an dieser Stelle nostalgische Sowjet-Schwärmereien einfach nicht erlauben.

Die CSSR-Pellen meines 69ers habe ich aus Vernunftgründen nur noch als Deko im Reifenregal stehen,
die sind immerhin bald genauso alt wie ich


Grüße
Dirk

#8 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 17.04.2016 21:05

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Hi Dirk,

genau das sind die Stichworte, am Straßenverkehr teilnehmen & Vernunft!

Grüße.
Axel

#9 RE: Lach- & Sachgeschichten von russ.snaiper 25.04.2016 20:24

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Mit den originalen Swjetreifen braucht man sieh eigentlich keine Sorgen machen , da sie fürs Militär gefertigt worden sind und auch mehr Lagen haben als normale reifen . Denk mal an den Bericht vom Frankfurter Flughafen , wo sie die russischen Flugzeuge überprüft haben . Sie haben die Reifen beanstandet , aber der Schverständige aus der DDR hat sie beruhigt , die reifen sind stabiler und länger haltbarer als westliche . Ein kumpel von mir war auf der Suche nach P-3 Reifen , hat noch einen gefunden ! War im Garten seiner Oma eingegraben und ein Blumenbeet ! Hat ihn rausgeholt , suber gemacht und Aufgezogen ...... und fährt heute noch ! Holger

#10 RE: Lach- & Sachgeschichten von Marcus 25.04.2016 21:59

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Hallo,

Zitat von russ.snaiper im Beitrag #9
...... und fährt heute noch !

selbst wenn es den Reifen nicht wegen Verhärtung zerlegt hätte ich Zweifel, ob der noch flexibel genug ist, um einen vernünftigen Kontakt zur Fahrbahn herzustellen.

Der Wechsel auf die neuen Stomils am GAZ 66 hat sich deutlich positiv auf das Fahrverhalten ausgewirkt.



Grüße

Marcus

#11 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 26.04.2016 12:50

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Also ich kann mich Marcus nur anschließen!

Ganz egal, ob Radial oder Diagonal, ob Ost oder West, ob Militär oder Zivil, und wenn es Reifen vom Fahrzeug des Genossen Generalsekretär persönlich wären, nach so langer Zeit kannst du die vergessen. Überleg mal, wie alt das Gummi ist.

Mein Gedanke bei sowas ist immer, dass ich auf keinen Fall jemanden umfahren will, nur weil der alte Sch...ß noch gut aussah. In der abgesperrten Kiesgrube (oder so) wäre mir das egal, aber im öffentlichen Straßenverkehr ist das einfach was anderes.

Grüße.
Axel

#12 RE: Lach- & Sachgeschichten von Dirk 27.04.2016 00:13

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Zitat von Dirk im Beitrag #3

Ich muß jetzt los mitm GAZ (erstes Oldie-Treffen diese Saison heute in Mannheim) ......


Dazu muß ich jetzt noch was schreiben.

Also, ich bin wie oben angedeutet im März mal so aus Neugier auf ein Oldtimerevent (Benzin & Koffein) nach Mannheim gefahren.

War recht nett dort, sehr ambitioniert, schickimicki, es gab Sekt und Häppchen etc.
Mit meinem GAZ fühlte ich mich zwischen den ganzen Nobelschlitten (McLaren, Jaguar, Wiesmann etc..) zwar ein ganz klein bißchen deplaziert,
aber als Fahrer eines Ostautos verfügt man ja eh über eine gesunde Portion Selbstvertrauen und Humor
Daher hatte ich auch nen grünen Teppich für meinen GAZ dabei.

Hier mal ein paar Bilder : KLICK

Mir hats gut gefallen dort und hatte viele nette Gespräche mit anderen Besuchern, die so einen Russenjeep noch nie vorher gesehen hatten.

Dass der GAZ aber offenbar auch auf die Veranstalter positiv gewirkt hat,
zeigt das nette persönliche Einladungsschreiben, welches ich heute bekommen habe :

"Sehr geehrter Herr Schneider,

gerne hätten wir Sie auch bei der zweiten Ausgabe von „BENZIN & KOFFEIN“ am 7. Mai auf den Kapuzinerplanken in Mannheim dabei und würden Ihnen einen Ausstellungsplatz anbieten. Die Einladung finden Sie im Anhang

Um 10 Uhr, eine Stunde vor dem offiziellen Beginn, starten wir die Veranstaltung bereits mit unserem exklusiven Vorevent für Presse, Sponsoren und VIPs in unserer Gentlemen’s Lounge. Wir laden Sie herzlich ein, dabei zu sein. Bitte geben Sie kurz Bescheid, ob Sie am Vorevent teilnehmen möchten.

Bitte teilen Sie uns ebenfalls mit, dass Sie damit einverstanden sind, Ihr Fahrzeug verbindlich in der Zeit von 09:00 – 15:00 Uhr auf den Kapuzinerplanken auszustellen. Die genaue Ein- und Ausfahrtszeit erhalten Sie in den kommenden Tagen von uns.

Viele Grüße "


Soviel Ehre für den kleinen alten GAZ,
der doch sonst lieber im Dreck suhlt und dessen Lack nicht mit Carnuba-Wachs sondern mit Motoröl gepflegt wird :-)

Irgendwie finde ich es cool, dass unsere Russenbleche auf die alten Tage sogar noch salonfähig werden

Grüße
Dirk

#13 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 28.05.2016 11:28

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Zitat von Dirk im Beitrag RE: neu hier mit GAZ 69 :-)

irgendwie ist es gerade sehr ruhig im Forum.

Keine News aus der Halle, keine Meldungen über Fluidfilm-Konsum, Lackieraktionen oder GAZ-Restaurationen.

... viele Grüße
Dirk



Okay okay, dann erzähle ich mal davon, als ich das Geräusch nicht hörte, dass die nicht vorhandene Federspeicherbremse beim Ural macht.

Vielleicht zuerst mal zur Bremse des Urals (hier sind (Armee-) Fahrzeuge bis Mitte/Ende der 80iger Jahre gemeint. Wie es sich bei heute gebauten Urals verhält, mag eine andere Sache sein?!). Da besteht die Betriebsbremse aus einem Druckluftteil (einkreisig), der in den Bremskraftverstärkern bzw. Hauptbremszylindern in einen Hydraulikteil übergeht. Der Hydraulikteil ist zweikreisig, wobei ein Kreis 1 Achse & der andere 2 Achsen bremst. Dann gibt es eine Motorbremse (Ventile in der Auspuffanlage) & die Handbremse (wirkt auf eine der Kardanwellen). Außerdem kann man sofort losfahren, auch mit vollkommen leeren Druckluftkesseln & somit unwirksamer Bremse. Dies ist so gewollt ("Alarmfall"), auch wenn es sehr gefährlich ist. Das heißt aber auch, dass kein Federspeicher verbaut ist!

Einmal, als ich gerade bei der Besichtigung eines solchen Urals überprüft habe, ob die Bremse die Luft hält, passierte folgendes: eigentlich hätte nach Betätigen des Bremspedals & einmaligem Luftentweichen der Druck gehalten werden müssen. Dem war aber nicht so. Aha, jetzt weiß man, dass die Bremsanlage mal überprüft werden muss. Während sich aber der Luftvorrat mit leisem Zischen gemütlich erschöpfte, sagte mir der stolze Besitzer des Wagens auf einmal "Hast du das Knacken gehört? Jetzt hat der Federspeicher angezogen." Soso, ich hab nicht mal das Knacken gehört.

Ob man den guten Mann jetzt einfach mal ein bisschen verhaut, ihn wortlos stehen lässt oder sich die vermeintlichen Federspeicher mal zeigen lässt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich staune gelegentlich heute noch darüber, was die Leute einem alles so für Rotze weismachen wollen.

Knackige Federspeichergrüße.
Axel

#14 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ich 28.05.2016 12:05

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Ich hab jetzt mal rückwärts gelesen, als das Thema noch die Reifen waren. Ich hab ca 1994 mal bei der NVA Auflösung nen Satz UAS Reifen gekauft, nagelneu. Die hab ich die ganzen Jahre liegend ,und dunkel gelagert. Weil ein Kumpel welche suchte, und ich die eh nie auffahre, hab ich sie ihm unter vorbehalt verkauft. Und der hat die aufgezogen, und die laufen !!!
Kein Riss, nix! Wie neu, was sie ja auch sind.
Das kannste nur mit Sowjetreifen machen !!!

#15 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 28.05.2016 13:40

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Hmmm, ich weiß nicht, ab einem bestimmten Reifenalter ist für mich einfach Pumpe. Aber davon mal abgesehen muss man einfach unterscheiden, in welchem Zustand die Reifen sind. Es scheint ja alles dabei zu sein. Von total zerlumpt über rissig & knüppelhart zu so lala bis augenscheinlich noch in Ordnung. Oder zwischen wirklich fachgerecht gelagert & im Blumenbeet vergraben. Oder oder... Wenn du sie unter Vorbehalt abgegeben hast, weiß dein Kumpel ja, auf was er sich einlässt.
Es gibt aber auch genug Fetischisten, die kaufen & verkaufen alles. Das kann dann der letzte Dreck sein, Hauptsache sowjet.

#16 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ich 29.05.2016 13:58

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ja, ich hätt die auch zurückgenommen, bzw die Entsorgung bezahlt, wenn sich beim aufziehen rausgestellt hätte, daß sie doch rissig sind. Sind se aber nicht.
Der Quatsch mit dem Reifenalter is doch nur eine Propagandamasche der Hersteller. Ich bin selbst auf dem Senator immer uralte reifen gefahren, was grade da war, und das war nie bedenklich. Irgendwann hatte ich mal n satz Reifen aus argentinien drauf.. ;), ich glaub die waren auch schon 10 jahr alt, und liefen super.

#17 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 29.05.2016 15:25

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Nee, die Reifen am Laster hatten es hinter sich. Am Pkw hatte ich auch schon Reifen, die einfach zu oll waren (Risse, porös usw.), dabei war das Profil noch gut. Das Gummigelumpe altert ja doch irgendwann, mal rein physikalisch betrachtet. Wo ich den Laster zuerst stehen hatte, gab es einen Haufen Amizeug. Da gab es die gleichen Probleme. Aber sei es drum, bevor wir uns hier im Kreis drehen, einen guten zur Bremse hab ich noch. Den gebe ich beim nächsten mal zum Besten.

Grüße.
Axel

#18 RE: Lach- & Sachgeschichten von Dirk 29.05.2016 18:20

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Zitat von Ion Tichy im Beitrag #17
, bevor wir uns hier im Kreis drehen,


...wie die porösen Reifen Also wers nicht glaubt, dass Ostblock-Pellen porös werden ,
der darf sich gerne die von mir selbst aus den Verkehr gezogenen GAZ-Reifen ankucken.

Zum Thema "Augen Auf beim Autokauf" aus aktuellem Anlass folgende Story:

Da ich mitm GAZ ja momentan nicht aus der Garage komme, haben wir uns kurzfristig ein anderes altes offenes Auto zugelegt.
(nee quatsch, nicht wegen der Einfahrt, meine Frau wollte den einfach haben)

Der Verkäufer machte nen netten und durchaus kompetenten Eindruck (Profi-Schrauber und Enduro-Fahrer), das ganze Auto war technisch auch tiptop für sein Alter (34 Jahre)
Er hatte den Motor probelaufen lassen, alles prima. Auch die Details passen alle, neue Domlager, neue Hohlraumversiegelung, nirgends Pfusch zu sehen,
neuer TÜV und H-Gutachten.
Also mitm Hänger nach Hause , Schilder dran und auf zur ersten Probefahrt.
"STOP" sagte ich zu meinen Mädels, die schon im Auto saßen. Ich will erst noch nachm Öl kucken.

Weiß nicht, warum ich entgegen jedem Anschein dass noch nachkucken wollte.
Also den Stecken raus - trocken. Jo trocken, also nicht mal ein Tropfen Öl dran.
Da haben satte 2,5 Liter Öl gefehlt.

Das wäre ja ein kurzer Spaß geworden.



viele Grüße
Dirk

#19 RE: Lach- & Sachgeschichten von Ion Tichy 17.08.2016 19:21

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Hab heute auf der Autobahn einen Laster mit folgender Aufschrift überholt:

Fleisch - Inhaber H. Ficker

Hahaha, das lass ich mal so im Raume stehen.

Grüße.
Axel

#20 RE: Lach- & Sachgeschichten von Dirk 17.08.2016 22:30

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Hühnerfleisch ?


das hier habe ich mal allen Ernstes auf einer Erdnusspackung gefunden, das ist kein Bild ausm Netz, sondern vor ein paar Jahren mal live entdeckt :






Ds will ich auch schwer hoffen !

Grüße
Dirk

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