#1 Ural fast vor der Haustür von Ralf 29.09.2017 21:25

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Heute hatte ich eine Begegnung der besonderen Art.
Da ich zur Zeit am Bauen bin führte mich mein Weg zum Baustoffhändler, nachdem ich bein Zeugs im Laden bezahlt hatte musste ich auf den Hof fahren um zu laden (ich war schon ewige Zeiten nicht mehr dort).
Da sah ich beim Nachbarn durch die Hecke einen Ural mit Kofferaufbau und noch einige andere Ost-LKW mit Koffer (Tatra und IFA ), einen GAZ 69.
Zeugs schnell ins Auto und direkt mal zum Nachbar des Händlers hin, gleich mal Glück gehabt denn der Besitzer war vor Ort.
Ich habe nicht schlecht gestaunt als der nette Herr mir einen Teil der Fahrzeuge gezeigt hatte, in einem Koffer war eine komplette Werkstatt eingebaut mit Drehbank.
Nach dem ich jede Schublade mit dem ganzen Werkzeug gezeigt bekommen hatte, musste ich aufpassen das ich nicht in meiner eigenen Sabber ausgerutscht und aus den Koffer gefallen bin
Ich will haben.
Eine Schublade war mit allen Sorten Feingewindeschrauben gefüllt, fein säuberlich aufgereit auf speziellen Holzbretter. Ein Regal war mit Bronze Rohren ausgestattet um Buchsen daraus drehen zu konnen.
Kann das alles gar nicht aufführen, denke einige von euch kennen diese Aufbauten. Sah alles gut durchdacht aus.
So einen Koffer zu Hause und du kannst alles Restaurieren,
In meinem Kopf ging schon das gerechne los ob ich mir einen Ural oder Tatra mit Koffer leisten kann, der Ural hatte ganze 2500 km auf der Uhr.

#2 RE: Ural fast vor der Haustür von russ.snaiper 29.09.2017 23:44

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Hi Ralf , war doch bestimmt ein Planenkoffer oder ein LAK-II-Koffer und die Drehbank stand an der Stirnseite quer !? Dann war es eine fahrbare KFz-Werkstatt MRM-IV (B) . Ist eine Werkstatt für Panzertechnik . Noch dazu gehört ein kombiniertes Schweiß-Starthilfe und Ladeaggregat "Arcobil" III oder V dahinter . Holger|addpics|9et-4-9c1d.jpg-invaddpicsinvv,9et-5-d8b1.jpg-invaddpicsinvv,9et-6-b771.jpg-invaddpicsinvv,9et-7-eb47.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

#3 RE: Ural fast vor der Haustür von Ion Tichy 30.09.2017 03:33

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Hi Ralf,

cooles Erlebnis. Vor allem, wenn er so nett war, dir auch was aus seinem Fuhrpark zu zeigen. Mir ist auch klar, dass es sich hier erstmal um Begeisterung & Schwärmerei handelt. Trotzdem von mir ein paar bierernste Gedanken dazu.

Gehen wir mal davon aus, dass es sich beim Koffer um einen LAK II handelt, wie von Holger beschrieben. Einen noch voll ausgerüsteten Werkstattkoffer dieser Art findet man nur selten. Dementsprechend wäre so ein Koffer vermutlich schweineteuer. Bezahlbare leere LAK findet man dagegen häufig, teilweise sogar in sehr gutem Zustand, ansonsten sind sie auch gut zu restaurieren.

Mehrere Fahrzeuge dieser Art könnte ich nicht halten, das würde ich nicht schaffen. Ich bin mit meinem einen Laster schon voll ausgelastet & bewundere alle, die mehrere Fahrzeuge vernünftig auf die Reihe kriegen.

Bei einem Lkw sollte man immer bedenken, den stellt man nicht mal eben in die Garage. Da muss eine passende Unterstellmöglichkeit gefunden werden. Zum einen möchte nicht jeder Nachbar so ein Ungetüm vor dem Haus stehen haben & zum anderen haben es die Laster nicht so mit dem Draußen stehen. Da sollte es schon mindestens ein Schleppdach, am besten aber eine Halle sein, wenn du über längere Zeit Freude am Fahrzeug haben willst.

Die nächste Sache ist der passende Führerschein, da braucht man dann nämlich einen großen. Zwar kannst du W50, L60 & ZIL soweit ablasten, dass du mit normalem Führerschein klar kommst, ob das jedoch sinnvoll ist, sei dahingestellt. Beim Ural (& Tatra sowieso) hat es sich dann aber mit dem Ablasten, dass bekommst du nicht hin. Das wäre beim Ural mit viel pusten vielleicht das Chassis ohne alles, wenn überhaupt.

Beim Ural stellt sich dann noch die Zusatzfrage, ist es ein 375D (Benziner) oder ein 4320 (Diesel)? Da gibt es diverse, auch preisliche Unterschiede.



Okay, okay, ich weiß ja, du wolltest hier zu aller erst über dein klasse Erlebnis berichten. Aber beim Thema Ural kann ich mitm Hintern einfach nicht stillsitzen. Wenn dich das Thema Ural allerdings nicht mehr los lässt, dann kannst du mir gerne eine PN schreiben. Ich bin in der Ural-Neulingsberatung gar nicht so schlecht, glaub ich.

Grüße.
Axel

#4 RE: Ural fast vor der Haustür von Ralf 30.09.2017 08:50

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Nene Jungs,
eine Nacht ist vorbei und die Euphorie auch .
Ausserdem würde meine Frau mich erschiessen wenn ich mit einem Ural vor der Tür stehen würde , ich hab ja noch zwei Projekte die auf mich warten.
Holger hast vollkommen recht, deine Bilder sind identich, es war der Koffer mit der Drehbank an der Stirnseite und er hatte mehrere davon.
Die KFZ Werkstatt hatte es mir angetan, da würde ich mir nur den Koffer auf den Hof stellen.
Der Ural ist schon imposant, so ein IFA würde mir nicht gefallen.
Naja den Führerschein kann heute ja keiner mehr bezahlen, ich darf nur bis 7,5 T fahren.
Werde heute nachmittag mal versuchen den Besitzer des GAZ 69 und dem Rest zu treffen, hab noch nie einen 69M gesehen mit dem Verdeck 69A.
Gruß

#5 RE: Ural fast vor der Haustür von russ.snaiper 30.09.2017 09:58

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Zitat von Ion Tichy im Beitrag #3
Einen noch voll ausgerüsteten Werkstattkoffer dieser Art findet man nur selten. Dementsprechend wäre so ein Koffer vermutlich schweineteuer. Bezahlbare leere LAK findet man dagegen häufig,
Da werde ich wohl auch bissl Schuld mit dran sein ! In NDH damals bei der VEBEG , wo ich auch gearbeitet habe , standen etwa 1200 Uris !!! Da habe ich auch so manche Werkstatt "geplündert" . Alles was man"n" so eben mal brauchen kann . Gewindebohrer + Gewindeschneideisen (auch Feingewinde), verstellbare Reibahlen , Eisensägeblätter (reichen noch bis zur Rente ) Schlagbuchstaben (auch russische !) Feilen usw.usw. Alles was eben mit Auto nach Hause kriegt !

#6 RE: Ural fast vor der Haustür von russ.snaiper 30.09.2017 10:23

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Zitat von Ralf im Beitrag #4
deine Bilder sind identich

Hallo Ralf , welche denn ??? Einmal ist es ein LAK-II und einmal ein Planenkoffer ( welche in Aschersleben aus normalen Pritschen entstanden sind ) . Übrigends , die LAK-Koffer sind alle Luftdicht . Wenn Tür fest verschlossen , dann ist für eine Person ca . 45min Luft (für 4 Personen nur 11min) Luft da ! Achso , die Koffer sind auch ausgerüstet , voll schwimmfähig !

#7 RE: Ural fast vor der Haustür von Ralf 30.09.2017 17:19

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Es ist der LAK Koffer, der sollte Schwimmfähig sein.
Der eine hatte sogar eine Luftreinigungsanlage für den ABC-Fall, insgesamt waren es 3 von den LAK-Koffern.

Gruß

#8 RE: Ural fast vor der Haustür von Ich 30.09.2017 17:28

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Die FVA (Filterventilationsanlage ) hatten eigentlich alle LAK Koffer, nur die Planendinger nicht, die waren ja nicht luftdicht. Damit wurde der Koffer mit gereinigter Luft mit einem Überdruck beaufschlagt, der das eindringen von Kampfstoff verhindern sollte. Macht einen Höllenkrach, das Ding. Da hat der gute Mann wirklich einiges schönes stehen, Respekt !!!

#9 RE: Ural fast vor der Haustür von Ich 30.09.2017 17:41

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Zitat von russ.snaiper im Beitrag #6
Zitat von Ralf im Beitrag #4
deine Bilder sind identich

Hallo Ralf , welche denn ??? Einmal ist es ein LAK-II und einmal ein Planenkoffer ( welche in Aschersleben aus normalen Pritschen entstanden sind ) . Übrigends , die LAK-Koffer sind alle Luftdicht . Wenn Tür fest verschlossen , dann ist für eine Person ca . 45min Luft (für 4 Personen nur 11min) Luft da ! Achso , die Koffer sind auch ausgerüstet , voll schwimmfähig !



Schwimmfähig ist ein hermetisierter Körper immer, so lange Luft drin ist. War das so vorgesehen, oder geplant, bei der Konstruktion , daß die Dinger auch schwimmen können ? Das bedingt ja auch, das der Beladeplan so ist, daß sie ausgewogen sind, und nicht sofort kentern. Weißt du da näheres ? Die Werkstätten, die ich so kenne , waren schon sehr einseitig links ausgerüstet, wenn ich mich recht erinnere.....

#10 RE: Ural fast vor der Haustür von Ion Tichy 30.09.2017 18:27

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Das würde mich allerdings auch interessieren, ob die Schwimmfähigkeit extra so gewollt oder nur ein Nebeneffekt war, gute Frage.

Zu der anderen Sache, ich glaube, es gab auch LAK II, die planmäßig keine FVA hatten. Evtl. die fensterlosen? Wer weiß mehr?

#11 RE: Ural fast vor der Haustür von russ.snaiper 30.09.2017 20:17

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Also die LAK´s die wir in NDH hatten , das war einmal LAK I auf LO-2202A als Sankra , dann als Nachfolger des "Schmetterlings" (war auch ein LAK) , Dann LAK II auf W-50 , L-60 , URAL 375C und URAL 4320 . Wie schon erwähnt , waren das die Werkstätten , LAK mit Kücheneinrichtung , Stabsfahrzeuge , Funkstellen , verschiedenste Labore und Werkstätten der chem. Dienste oder derTS-Dienste , LAKmit medizinischer Nutzumg und andere verschiedenste Truppennutzungen . Auch gabs noch eine andere Art leicht absetzbarer Koffer auf W-50 , L-60 , URAL 375/4320 und SIL 131 . Diese Koffer konnten ohne Kran eigenständig mit ausklappbaren Spindeln und E-Motoren abgesetzt werden . Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte) Sehr viele Stabs-undRuhefahrzeuge + die passenden Anhäger HL45.78 wurden wärend des 2.Golfkrieges vom Bundeswehrkontingent in der Türkei als "Wohnmobile" genutzt , wegen der FVA und der Angst das Saddam Hussein Giftgas einsetzt ! Auch wurden die NVA-Winter FDA´s dort von der BW genutzt , da sie damals NICHTS vergleichbares hatten gegen die Kälte ! !Auch wurden einige Hundert Tatras 815 nebst Schwerlasttieflader ebenfalls in die Golfregion geordert damit die eingesetzten Panzerfahrzeuge "schonend" über längere Strecken transporttiert werden konnten !

#12 RE: Ural fast vor der Haustür von Ich 01.10.2017 11:23

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So nen schönen LO mit LAK I Stabskoffer hatte ich auch mal, der Koffer war einfach genial. Aber der wäre auch gekentert, wenn man den ins Wasser geworfen hätte, die ganzen schweren Sachen waren links eingebaut, Heizung, Batterien, Ladegerät, etc...

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