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#1 mein UAZ 3741 von ojutan 22.05.2011 22:35

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Das ist er....



die Story muß leider noch etwas warten weil der Firefox gerad abgestürzt ist... jedenfalls ist keine Schraube vor mir sicher, und dank meiner russichen Vorfahren habe ich scheinbar eine gewisse Affinität für russiche Mechanik und ich hab auch das Talent daß ich mal so eben einen Motor ausbauen und wieder einbauen kann ohne daß eine Schraube fehlt oder zuviel ist... "normale" Menschen wären böse wenn was kaputt ist oder bastelbedürftig aussieht, aber ich bin dankbar dafür daß es noch Fahrzeuge wie den UAZ 452 oder 3741 gibt die garantiert nie mit einem Sensorfehler liegenbleiben oder wo morgens der Motor nicht anspringt weil der Bordcomputer glaubt, daß man dringendst in die Werkstatt muß.... schrauben tu ich gerne, was ich beim 1993er Omega 2.3D und bei einem 1977er Passat 1.5D schon mal unter Beweis gestellt hab. Bei beiden hab ich mal Motor und Kupplung getauscht und hinterher liefen sie immer noch.

Und hier... ist die Mongolei, ein Land wo der UAZ sich zuhause fühlt und wo ich schon 6x Urlaub gemacht hab, und diverse Kilometerchen in einem 452 (ca. 10.000) in dem zurückgelegt hab, was man dort "öffentlichen Fernverkehr" nennt. 10 Leute im Jeep UAZ 469B wie man hier sieht, ist keine Seltenheit:



und 21 im Bus, hab ich auch schon mal erlebt, alles kein Problem wenn auch dies Bildchen hier eher nach sträflicher Nichtausnutzung der Transportkapazitäten aussieht



denn standardmäßig sitzen da im Fernverkehr 12 People drin und nicht 6, aber weiter von Ulan Bator entfernt auch schon mal sehr viel mehr. Der Fahrer von dem Bus hat mir erzählt daß der schon ca. 250.000 km runter hatte, mit 90% Offroadnutzung, versteht sich. Sein Job ist es halt, Touristen offroad durch die Gegend zu fahren.

Jedenfalls hab ich die letzten Tage viel geschraubt:

Bremszylinder instandgesetzt (vom Bremsenreparaturheini des Vorbesitzers)

Tacho versucht zu tauschen (paßte nicht)
Zündspule (wurde passend gemacht)
Zündmodul (was für Anfänger)
Kupplungspedal zurechtgeschweißt
Scheinbenwaschanlage angeschlossen
Türschlösser gängig gemacht (mit MOS2)
Benzin-Leerlaufschalter angeschlossen
Kabel mit Kabelbinder befestigt, da der polnische Vorbesitzer eher Spaghetti-Fan war
Masseproblem im Blinker beseitgt
Drehzahlmesser eingebaut
Batteriehalterung mit Spanngurten improvisiert
Dritte Klapp-Sitzbank ausgebaut (wer sie haben möchte bescheid sagen ich werf sie nicht weg)

Da wartet noch ein 70er Jahre Autoradio und ein Lautsprecher, aber morgen wird erstmal der TÜV Bonn besucht um noch Dinge zu identifizieren die so überhaupt nicht gehn. Ich bin ja ab 29.5. mal wieder für 4 Wochen in der Mongolei, und dort werd ich aufm Markt halt ncoh ein paar Kleinteile kaufen wie beispielsweise einen passenden Ersatztacho, Sicherungen und eine Zündspule.

TODO:

Eine Fernsteuerung für das Heizungsentil bauen.... muß derzeit mit einem 8er Schlüssel auf / zugedreht werden
Alles abschmieren - die Fettpresse ist noch ganz neu
Ablagen und eine Pritsche einbauen... etwas Komfort für unterwegs
Eine Füllstandsanzeige vom Gastank nach vorne legen...
Radio einbauen
Linken Ausstellfensterhebel ersetzen
Ölkühler-Zuschaltventil ersetzten und die Stelle abdichten
U-Dichtung der Ölwanne erneuern

Im November 2011 jedenfalls gehts dann quer durch Rußland, evtl auch noch Kasachstan und die Ukraine, um in die Mongolei zu fahren und hoffentlich auch wieder heil zurückzukehren, ein Jahr später. Mein Arbeitgeber hat mir jedenfalls ein Sabbatjahr genehmigt, und das werd ich auf meine Weise auch nutzen.... im Winter werde ich dort Musik studieren, im Sommer werd ich mit dem Bus mal "aufs Land" fahren.

Da ich ja ungefähr weiß wie ein gesundes Getriebe klingt weiß ich, daß bei meinem noch alles im Grünen Bereich ist. Krank klingt jednefalls nur der Tacho und auch nur wenn man 1000 km am Stück gefahren ist. Hat mich jedenfalls nachhaltig wieder wachgemacht, denn auf der Heimfahrt hab ich eine Etappe von 1200 km in 16 Stunden geschafft, und eine weitere mit 400 km in ca. 5 Stunden. Für die letzen 5 km hab ich dann ncoh mal 3 Stunden gebraucht, aber dank ADAC Plus wenigstens kostenneutral. Wenn auch der Typ etwas rumgemault hab weil ich dachte daß ich ein paar km hinter der Abrfahrt Merl steh, aber Bonn Hardtberg war auch nur noch ca. 5 km entfernt. Sei's drum.... nun steht er hier und morgen werd ich mal sachte nach Vetos für §21 fragen.

doppelt fragen hält besser.... nachdem ein Sachverständige dachte ich hätte einen KOM mit mindestens 50 Sitzen und er meinte, 28.000 Euro müßte man da schon rechnen, war ich extrem schockiert und wagte einzuwenden, "das Auto ist doch in einem EU Land angemeldet". "Wie groß ist er denn? ZGG?" "2,7 Tonnen". "Hm, tja, keine Ahnung, lassen Sie bitte mal die Telefonnummer und die Typbezeichnung da".

irgendjemand bei einer kleinen Dekra Prüfstelle hat mal fälschlicherweise Vollabnahme nach §21 in den Raum geworfen - was mangels Datenblatt aber schwer bis aussichtslos ist. Aber - weiter gebohrt - die Zulassungsstelle wollte lediglich diese Papiere haben:

- polnische Papiere (vorhanden)- evtl eine Datenbestätigung vom TÜV (noch nicht vorhanden)
- Kaufvertrag (vorhanden)
- EVB Nachweisnummer (vorhanden)
- Personalausweis (klar doch)
- polnische Kennzeichen (vorhanden)

- neuer HU Bericht (mojet byth zavtra, vielleicht morgen)

und KEINE Vollabnahme. Mal wieder ein Stein vom Herzen gefallen...

Scheinbar bewirken die Stichworte "zugelassen", "polnische Papiere" nicht bei jedem Prüfer oder Sachverständigen die richtigen Gedankengänge, aber wir sind ja alle lernfähig - vermutlcih hatte ich mich selbst auch nicht so klar ausgedrückt.

Heut nachmittag werden jedenfalls die Sitze anständig festgeschraubt und ein HU Termin vereinbart. Denn vom TÜV Bonn hatte mich ein sehr netter Mitarbeiter zurückgerufen.

Die letzten Details:

Sicherheitsgurte sind bei LKW bis 2,8 t zgG ab BJ 1979 Vorschrift, und für 1992 sind Dreipunktgurte mit Automatik vorgesehen. Für Gastanks zwischen 100 und 150 Liter sind 10mm Schrauben vorgesehen und 30x3mm Unterlegscheiben, auch als Karosseriescheiben im Baumarkt zu haben. Drin waren aber welche mit 8 mm. Danach.... Termin vereinbaren, Auto einen Tag dalassen, Geräuschemissionstest, Ausnahmegenehmgiung für die Leuchtweitenregulierung (ab 1991 oder 92 Vorschrift) und eine Ausnahmegenehmigung wegen Abgaswerten.

Theoretisch wäre auch noch ein Abgasgutachten möglich, und mit dem LPG würde ich mal schätzen daß eine Umweltplakette nicht ganz ausgeschlossen ist, denn bei der LPG Verbrennung wird es wohl eher keinen Feinstaub geben und Benzin werde ich freiwillig nicht fahren.

Die Fahrzeugdaten gibts ja dankenswerterweise hier im Forum, da sind ja die Anleitungen für den 3741 und Artverwandte mit genau dem Motor auch vorhanden den meiner hat, nämlich den 421 ( mit 2,9 Liter und so um die 90 PS.

Die reingefrickelte Zündspule wird auch noch nen anständigen Bosch-Stecker kriegen, aber wenn der Bosch auf hat muß ich normalerweise arbeiten und der ATU hat sowas überhaupt nicht. In der Mongolei flickt man sowas mit Scotch (Klebeband) aber mir war schon selbst sehr unwohl bei der Aktion.

Die Gurte sind von nem MB208, der hat von der Kabine zwar leicht unterschiedliche Abmessungen, aber die Gurtpeitschen werden wohl halbwegs passen oder ich muß noch mal kürzere Gurtpeitschen von Merzedes holen.
#2 Re: mein UAZ 3741 von ojutan 06.07.2011 21:37

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Boschdienste in Bonn - auch zum Verrücktwerden. Ich hab ca. 2 Stunden verbraucht um den dämlcihen Stecker zu kriegen, erst der Großhändler mit Teilekatalog und vielen Urlauten "äh" und "öh", dann der Bosch-Einzelhändler "äh ham wa net", dann der dritte Teilehändler (ich meine M&H) irgendwo in Tannenbusch.... hurra, sie haben 5 verschiedene Stecker, und ich kaufte einen, ca. 6 Euro waren fällig und ich konnte endlich diese üble Frickelei beseitigen. Das war an meinem vorletzten Arbeitstag im Mai.

Im Juni war ich in der Mongolei, aber bin wieder im Lande.

Gestern hat der TÜV Bonn meinen Bus unter die Lupe genommen, und für dessen Mühen wurden knapp 400 Euro Gebühren fällig. HU, Geräuschmessung, Gas-Einbauprüfung, jedenfalls viel Arbeit.

Heute morgen war ich auf der Zulassungsstelle.... was weitere 70 Euro verschlungen hat... Mein Wohnsitz ist der Landkreis Böblingen, also muß ich da hin. Gestern abend 400 km gefahren, gepennt, morgens der Kulturschock mit den Schwaben, und 400 km zurück nach Bonn.

Also mußte ich nach Herrenberg, und da scheinen die Deppen wohl besonders oft vorzukommen. Die waren soooooo doof - also mal zum Prinzip: man macht TÜV mit einem Auto das keine deutschen Nummernschilder hat. Die HU gilt aber trotzdem 2 Jahre. Nur daß der Prüfer seit ein paar Jahren theoretisch ja der Meinung sein könnte daß die HU nicht für 2 sondern für 1 Jahr halten könnte....

Im Prinzip enthält eine §21 Abnahme halt auch eine HU, ist aber viel mehr wie z.B. ein Datenblatt erstellen. Aber die Tante behauptete ich könnt ja in 5 Monaten wiederkommen, ich entgegnete daß dann ja auch keine 24 sondern nur noch 19 Monate bis zur nächsten HU wären - nein, da fehlt ne Zahl, und ohne die kann sie nichts tun. Schwaben halt. Die schließen ihre Mülltonne ab und haben ihre heilige Kehrwoche und ihren unverständlichen Dialekt.

Wenn ich nicht zufällig verliebt wäre, dann hätte ich mich wohlmöglich aufgeregt. Am Ende half dann doch ein Telefonat mit dem TÜV in Bonn, dann kriegte die Tante ihr Fax auf dem draufstand "Juli 2013" und ENDLICH ist er auf mich angemeldet.

Ach ja, die Blinkergläser haben ihre gelbe Farbe verloren oder waren schon immer weiß, die blinken derzeit noch in weiß, und einer der drei Blinkerchen links blinkt gar nicht. Ansonsten war die TODO Liste eher kurz und enthielt nix was eine Nachuntersuchung erfordert hätte. Ok, die Bremssschläuche....porös aber nicht undicht. Ehrensache, die werden beschafft und ausgetaucht.

Ich werde die Versicherung am Jahresende kündigen, und 2012 nach meinem Sabbatjahr in die ADAC Youngtimerversicherung gehen. Mit einem Kaufpreis von 4300 Euro und einem wirklcih guten Zustand für die jetzt 19 Jahre Fahrzeugalter dürfte das nicht wirklich ein Problem sein. Die ADAC Youngtimer Versicherung kostet als Haftpflicht ca. 80 Euro im Jahr und eine Teilkasko gibts auch noch dazu. Und man muß ADAC Mitglied sein - ich hab ADAC Plus - und ein weiters Auto angemeldet haben.

Die LKW VErsicherung kostet bei SF 2 ca. 700 Euro im Jahr, aber da ich den Bus im Oktober abmelde (vor meiner großen Fahrt) werden da nur 4 Monate fällig.

Fazit - nichts ist unmöglich, aber man braucht hier und da etwas Geduld und eine größere Menge Kleingeld. Bei mir waren ca. 150 Euro für kleinere und größere Teile fällig, und die essentiellen Dinge: Zündspule, Sicherungen, Zündmodul, und vielleicht noch ein Ersatzverteiler gehören definitiv in die Kiste für Notfälle.
#3 Re: mein UAZ 3741 von igor469 10.07.2011 18:15

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Schön das du wieder da bist.Melde dich mall.Ich habe bei meinem TÜV vertig.
grüß igor
#4 Re: mein UAZ 3741 von ojutan 17.10.2011 22:18

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So, nun, 2000 km weiter.... der Tacho wurde ersetzt nachdem es fast 2 1/2 Monate gedauert hab bis ich einen mit 92mm Durchmesser gekriegt hab, denn die "neuen" Tachos brauchen ein Loch mit 80 mm

Ich hab diverse kleine Testfahrten gemacht, und keine davon war wirklcih mal ohne Defekt abgelaufen. Das Harmloseste war der Zylinder der großen Seitentür. Kaput. mal wieder 4 Wochen warten? Nee, diesmal nicht.

Das Ventil vom Reifen hinten links ist eins das in zwei Richtungen pustet. Bei einigen Druckprüfern geht das Ventil nicht zu, vielleicht mal etwas MOS2 reinpusten? Jedenfalls schläft man nicht ein beim Fahren.

Nächste Fahrt: Bitche, Treffen mit meinem Bruder, einem MB100D Fahrer. Ich hatte ihn inspiriert, aber nur die harten kommen in den Garten denn die Harten fahren UAZ und nicht Merzedes.

Also, auf dem Hinweg (300 km von Bonn nach Bitche über Saarbrücken) geht dauernd die Warnlampe für die Temperatur an. Warum nur, die Anzeige steht gerad mal bei 80 Grad. Ok es war relativ kühl, aber trotzdem war mir mulmig. Gut, der polinische Autohändler hatte neue Kühlungsschläuche eingebaut und das war echt gut.

Als alter Hase in Sachen KFZ Technik weiß ich daß ein VW oder Audi bis 130 Grad und ca. 1 Bar Überdruck auskommen, also ist erstmal alles im Lot.

Nach 295 km von 300, ich war schon in Frankreich, und es war 23:50 abends, ging das Licht aus. Fump. Nix. Sicherungen sind alle heil, scheinbar ist irgendwo die Stromleitung durchgebrannt.

Ok, ich hab russisches Blut in meinen Adern, also nehm ich ein Kabel, und verbinde den Pluspol der Batterie mit dem Plus vom Scheinwerfer. Oh, endlich wieder Licht.

Aber er zieht nicht mehr... der MB100D hat nur 74 PS und 2,4 Liter, aber die Berge kommt der besser rauf, also irgendwo war da der Wurm drin. Ok, nach 10 Minuten waren Bruder und ich zusammen, und alles wurde gut.

Als altgedienter Autoschrauber hatte ich natürlcih alle nötigen Werkzeuge da, Spannugnswandler, Stichsäge, Akkubohrer, Elektrokram, Multimete u.s.w. aber der Kabelbruch oder die Schmorstelle war nicht zu finden.

Mein Bruder sagte nur: schließ das Licht doch an Schaltplus an. Ok, Schaltplus gesucht und gefunden, angeschlossen, Auto hat Licht. Aber nach dem Anwerfen: Tritt aufs Gaspedal: nichts. Auto läuft im Leerlauf weiter. Noch ein Tritt: Vollgas. Ok, damit ließ sich zwar fahren, aber ich machte doch mal auf Verdacht die Motorhaube auf.

Da lag ein Schlauch herum, dessen Ende in die Unterdruckdose der Zündung gehört. Natürlich war der Schlauch zerbröselt. Ich steck den wieder drauf, und ich dachte jetzt ist wieder alles ok. Ich fahr ca. 50 km bis zur nächsten LPG Tankstelle, und denk 22 Liter auf 100 km und die Temperatur? Auf Verdacht mach ich mal den Kühler auf, es zischt kurz, ich mach ihn ganz auf und eine blaue Fontäne Wasser kam mir entgegen.

Also, das "Rote Licht" will mir sagen: mehr als 100 Grad, auch wenn die Nadel gerade mal bei 90 steht. Das war ne Sauerei und an der Tankstelle dachten sie, das Auto explodiert gleich. Nach weiteren 200 km denk ich mir: Kaffeepause. Nur ausmachen ließ er sich nicht mehr, das Zündschloß ließ sich nicht mehr bewegen. Unten drunter alles heiß, es roch nach Plastik. Also mach ich an der Batterie das Pluskabel ab und das Auto geht aus. Aber das Zündschloß blieb blockiert..... ok, mit einem zweiten Kabel hab ich ihn dann gestartet und ich bestelte mir ein neues Schloß.

Für das Dauerplus am Zündungsschalter hab ich nun einen Bypass gelegt, mit einer 60 Ampere Sicherung. DAs war mal die Plus-Leitung einer 1000 Watt Auto-Anlage.

Na ja, irgendwann kam dann mal das neue Zündschloß.... und ein neuer Unterdruckschlauch. Aber dadurch büßte er seine Höchtgeschwindigkeit von 110 auf freier Strecke ein, es sind noch knapp 100 übrig gebliebe, dafür zieht er nun auch in den unteren Drehzahlen.

A Propos Drehzahlen.... ein Drehzahlmesser von Conrad "sagt" mir daß die "Emergency Vibrator Function" in der kleinen schwarzen Box gemacht wird, wenn kein Signal vom Sensor am Verteiler kommt. Und bis ca. 1200 rpm gibt es eine Doppelzündung, die wohl auf Verschleiß am Sensor oder auf sonstwas zurückzuführen ist, und wie zum Henker stellt man die Zündung überhaupt ein?

Bosch Dienste sind ja echt der Witz. Wo ist denn der Diagnosestecker des Bordcomputers? Ich sag dem Typen: Das ist ein Auto und ein guter Mechaniker würde das sehr wohl wissen. Nun, alles Deppen heutzutage und wer UAZ fährt sollte vorher das KFZ Handwerk gelernt haben.

Also kauf ich mir eine sogenannte Stroboskoplampe, mit der man die Zündung einstellen könnte - wenn es denn irgendwo eine OT Markierung gibt.

Ein paar Tage später nahm er dann überhaupt kein Gas mehr an. Das lag daran, daß ein mechanisches Teil am Vergaser Öl braucht von Zeit zu Zeit, sonst verklemmt das. Nach einer Stunde hab ich das dann kapiert, und Öl hat man ja immer dabei. Und das Überhitzen war die Jalousie vor dem Kühler. Braucht übrigens auch ein wenig Öl, ansonsten blockiert der T-förmige Griff links an der Motorhaube und das Teil steht auf sibirischem Winter. Damit war auch das Hitzeproblem geklärt.

Dann - nächste Fahrt und diesmal mit ca. 800 Kilo Zuladung für eine Umzug - nach ca. 10 km auf der Autobahn knallt es, Flammen kamen aus dem Auspuff und das Auto fährt nicht mehr. Motorhaube auf: Das mittlere Kabel vom Zündverteiler war runtergefallen. Ok, wieder draufgesteckt, Auto läuft auch wieder.

800 km später: Zündung ist wieder kaputt. Schon wieder das Kabel am mittleren Stecker des Verteilers. Grr.... ich schnitt aus einem alten Handtuch einen Streifen ab und fixierte das Teil dann. Die Zündung kann man ja auch einstellen.... aktuell läuft er auf dem vierten Strich (von Plus an gezählt) aber das Vmax von 115 km/h mit LPG läßt sich einfach nicht mehr erzielen....

Solcherlei Reparaturen sind hier in Deutschland noch machbar, mit etwas Improvistaion kann man das Meiste schnell wieder in Gang bringen. Aber mein Vertrauen in die Technik ist doch etwas gestört, und ich wollte im November durch Sibiren fahren. Bei einem Defekt hat man also ca. eine Stunde Restwärme des Motors, dann fangen die Dinge an, so langsam unangenehm zu werden.

Ach ja, und ich träumte mal davon, den Benzintank als Reserve zu benutzen wenn das LPG mal alle ist. Pustekuchen. Mit Benzin läuft er garnicht, was vermutlich daran liegt daß das Teillastsystem des Vergasers nicht eingeschaltet wird.

Der Vergaser hat zwei Durchlässe, einen für Leerlauf bis ca. 50% Gasgeben und einen zweiten der sich erst ab 60% öffnet. So wie beim guten alten 2B5 Vergaser von VW der bis BJ 85 eingebaut wurde. Danach gab es keine Vergaser mehr sondern nur noch Einspritzanlagen. Aber bei UAZ gibts ja neuerdings einen 2,7 Liter Einspritzer mit elektronischem Motormangement, der zumindestens mal Euro 1 schafft und damit auch eine Umweltplakette. Aber für Einspritzer braucht man auch eine andere Gasanlage...

Damit beim Umschalten von Gas nach Benzin nicht beides verbrannt wird, wird beim Vergaser die Spritzufuhr für den einen Part abgeschaltet. Der Vorbesitzer meinte, da gibts zwei Kabel, aber die scheinen auch nix Sinnvolles mehr zur Funktion im Benzinbetrieb beizutragen. Aber es hatte beim Kauf funktioniert.

Nach Umschalten auf Benzin läuft er nur auf Vollgas, und um dann wieder auf Gas zu kommen, orgelt man die Batterie halb leer.

Nach all Dem hab ich dann ein Flugticket gekauft.... das war mir denn doch mal etwas zu viel. In Sibirien und in der Mongolei gibts kein LPG.... und all die kleinen Seltsamkeiten eines UAZ, der nur 4 Jahre im Einsatz war und den Rest seines Lebens in einer Lagerhalle von Krakau gefristet hat...

Der MB100D von meinem Bruder hatte während der letzten 5000 km nur einen einzigen Ausflall, das war eine Feder für 1,42 Euro an einem Ende vom Gas-Bowdenzug und an der Bremskraft-Verstellung der Bremse hinten war ein Blechteil ausgeleiert, so daß hinten garnicht mehr gebremst wurde. Da das entsprechende Teil vom 452 oder 3741 genauso konstruiert ist, dürfte wohl auch dort das Problem mal auftreten.

Aber bei Trommelbremsen kontrolliert man das selbt... Felge anfassen: vorne warm und hinten warm: alles gut. Vorne heiß und hinten kalt: Problem.

Soderle..... als Optimist sag ich einfach mal, es ist nichts kaputtgegangen, was ein "ernsthaftes" Problem gewesen wäre. Zuguterletzt hab ich noch gesehen, daß der Anlasser lose war.... festgeschraubt... Kinderspiel.

Wäre ich nicht zufällig auch KFZ Mechaniker (im alten Sinne des Wortes) dann wäre ich wohl noch etliche "lila" Scheinchen losgeworden (500 Euro) für all die Dumpfbacken, die heutzutage keine mechanischen Reparaturen mehr machen wollen.

ATU hat Stundesätze, die sind einfach nur unverschämt, für simple Reparaturen an Autos nehmen die 105 Euro die Stunde - soviel kostet eine Stunde von mir auch wenn meine Firma mich als Consultant zum Kunden schickt, aber dafür trag ich einen Anzug und erzähl ich denen dann auch wie man ein Rechenzentrum richtig betreibt wo die Anschaffungskosten germe mal eine Million oder mehr sind und nicht nur 4300 Euro wie bei meinem Auto - und man braucht 20 Jahre Erfahrung um "meinen" Job als IT Berater zu machen, wohingegen jeder Depp der zwei gesunde Hände hat, scheinbar als Automechaniker bei ATU taugt.

Schon die Frage nach einer Zündspule beim ATU war echt peinlich. Niemand wußte was das eigentlich ist. Auch die Hiwis von der Autoverwertung Schwarz in Bonn-Beuel waren mit den 3 Worten "irgend eine Zündspule" vollkommen überfordert.

"Zündspule Audi BJ 79" hat dann eine runde Zündspule von Bosch zutagegefördert... nach der Zahlung von 20 Euro gehörte sie mir.
#5 Re: mein UAZ 3741 von Jörg 21.10.2011 19:15

Hallo,
sehr schöne Story, klingt doch alles so vertraut

Aber das ist halt auch die Krux mit den UAZ Fahrzeugen. Sie zwingen Dich, Dich mit KFZ-Technik auseinanderzusetzen. Es gehört ne große Portion Enthusiasmus, Mut und Kreativität zum Betrieb eines solchen Fahrzeuges.
Einfach mal ruhigen Gewissens ne längere Reise anzutreten geht eigentlich nicht.
Ich wollte ursprünglich auch auf große Reise mit meinem Bus gehen. Letztendlich musste ich einsehen, dass der UAZ zwar ein geniales Spaßfahrzeug ist, aber für einen dauerhaften Alltags- oder Reiseverkehr eher ungeeignet ist. Wobei es sicher auch ausnahmen gibt.

Auf der anderen Seite: Eigentlich lässt sich fast alles auch ohne Spezialwerkzeug und auf offener Strecke halbwegs reparieren. Ein Not-Betrieb ist eigentlich fast immer herstellbar. Und das könnte auch der Grund dafür sein, dass man diese Fahrzeuge außerhalb der großen Metropolen der GUS Staaten/Mongolei immer noch zahlreich antreffen kann. Und Ersatzteile wirst Du in der Mongolei für einen UAZ sicher eher in jedem etwas größerem Dorf bekommen als für einen z.B. Landrover.

Mein Fazit war: Für einen Dauerhaften Betrieb eines UAZ-Busses waren meine Schrauberkenntnisse und -Fähigkeiten einfach nicht ausreichend genug. Bin mittlerweile ohne UAZ.
Ob das so bleiben muss weis ich zwar noch nicht, aber wenigstens in den kommenden zwei Jahren habe ich für solch ein Auto einfach keine Zeit mehr.

Ich hoffe Du hast trotzdem viel Freude an Deinem Bus.
Weiter so

Und gerne lesen wir weiterhin so schön geschriebene BErichte.

Grüße:

Jörg
#6 Re: mein UAZ 3741 von igor469 23.10.2011 12:30

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Das hat mich auch beeindrückt. Stimme den Jörg zu.
grüß igor
#7 Re: mein UAZ 3741 von ojutan 17.07.2012 10:02

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Mein Bruder meldete mir schlechte Neuigkeiten... auf einem Zylinder ist keine Kompression mehr. Das härt man sehr deutlich beim Anschmeißen. Deshalb schafft er auf gerader Strecke ca. 90 und am Berg geht ihm dann richtig die Puste aus. Als er mal 100% Leistung hatte, schaffte er den "Heimatberg" in Jettingen mit 100 km/h, und man konnte auf der Autobahn Reisebusse locker überholen. Mittlerweile schafft er den Berg mit 7% Steigung nur noch mit 70.

Entweder klemmt einer der Kipphebel, oder eins von den Ventilen ist kaputt und muß getauscht werden. Ansonsten gibt es noch die Stößel die von der Nockenwelle auf die Umlenkhebel wirken. Da mein Bruder überhaupt nichts von Schrauben versteht hat er zwei Polen kennengelernt, die sich da mal dran versuchen. Die haben die Zündkerzen und Kabel ausgetauscht, aber das Problem mit der Kompression haben sie noch nicht in Angriff genommen.

Wenn ich wieder da bin werd ich in ein Haus einziehen das eine Garage hat :-)
#8 Re: mein UAZ 3741 von igor469 18.07.2012 05:16

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vieleicht wegen LPG.Ventil weg gebrant
#9 Re: mein UAZ 3741 von Paparazzo 23.07.2012 07:37

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...hab ich auch schon dran gedacht...
#10 Re: mein UAZ 3741 von ojutan 14.03.2013 21:44

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soderle er läuft wieder.... war ein gigantischer Akt den Zylinderkopf runterzukriegen weil der garnicht richtig festgeschraubt war. Somit waren Abgase in die Stehbolzen auf der Krümmerseite nach oben gelangt und hat eine klebrige Masse gebildet. Nur mit hilfe eines Stehbolzenausdrehers hab ich den Zylinderkopf abgekriegt. Nennt sich auch "stud extractor". Die Stehbolzen sind danach hinüber, hab ich mir nachmachen lassen, 2 Stück. Bei Motor BJ 2003 braucht man M12x1,25 oben und M12x1,0 unten.

Ein ventil war zu 1/4 weg :-( hab ich aber ersetzt gekriegt und die Schrammen im Zylinderkopf von meiner Gewaltaktion mit dem Stemmeisen hab ich mit Uhu Flüssigmetall wieder beseitigt. Ist hitzefest bis 150 Grad, und es war direkt an einem Kühlwasser-Kanal. 4x7,75 Bar Kompression ist besser als 3x 7,75 und 1x0

Aber bei den 90 PS die auf 3 Liter verteilt sind, kann es kaum zu einer Überhitzung kommen, zumal der UAZ mit LPG und dem 1:6,8 Zylinderkopf nur mit ca. 20° Frühzündung optimal läuft wo man für Benzin 9° einstellt. Natürlich nicht wirklcih optmial, da LPG eigentlich 108 Oktan hat und nur mit dem anderen Zylinderkopf für Superbenzin optimal verbrannt wird. Und den sollte man noch 2 mm kürzer machen, dann dürfte auch der Verbrauch von 20 Litern LPG auf 100 km auf 15 Liter runtergehen.
#11 Re: mein UAZ 3741 von Paparazzo 15.03.2013 14:29

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...da wächst ein Fachmann heran...
#12 RE: Re: mein UAZ 3741 von ojutan 04.04.2013 23:08

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ja und ein paar Wochen weiter..... springt bei 0 Grad noch mit LPG an. Aber der Reihe nach:
- 4 Reifen bestellt, 2 schon geliefert und montiert, 1 Schlauch zerstört.
- Auspuff bestellt und eine Fernlichtwarnleuchte bei Onkel Dimitri von Ural-Hamburg
- Gaspedal-Gestänge richtig einstestellt, so daß Vollgas mechanisch wieder möglich ist
- orange Glühbirnen für den Herrn Nohl vom TÜV Bonn (man sieht sich im Juli oder August mal wieder)
- 2 Federn für den Verteilerdeckel (vom Lada, wurde passend gemacht)
- 4 N12 Zündkerzen
- Choke-Mechanik repariert und Choke korrekt eingestellt
- Versuch, die Tachowelle zu ersetzen. Die Welle aus Rußland war ca. 75 cm zu kurz. Grrrrrrrr!!!!!!!! Dabei ist der 452 und der 3741 baugleich, der Kerl hat mir eine falche Tachowelle geschickt. Mal wieder 10 Euro verschwendet. Alte Tachowelle neu verlegt. Ergebnis: Tacho ist wieder relativ ok, die Nadel pendelt nicht mehr wie blöde.

Soderle, er ist zwecks legalen Testfahrten auch wieder angemeldet, denn die Touren durch den Privatwald meines Vermieters waren nicht geeignet, die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen.... die derzeit bei ca. 110 km/h liegt
Den Berg zuhause schafft er mit ca. 70 km/h, auch der MB100 mit seinen 74 PS kommt da nicht schneller rauf, und 100 km/h erreicht er problemlos. Allerdings sind die Reifen auch vorne unrund, deshalb werden vorne auch noch 2 neue Reifen montiert - Omskshina YA245, 177 Euro incl Versand für 2 Reifen und 2 neuen Schläuchen.

Die Zündung hab ich erst nach Gefühl eingestellt.... Ergebnis: 28 Liter LPG auf 100 km, insgesamt ca. 180 km gefahren. 30° vor OT war wohl doch zuviel. Zündung mit der Pistole auf den 9° vor OT Strich eingestellt. Weitere Probefahrt folgt.... aber erst mit dem neuen Auspuff.

Weswegen ich noch ein wenig sauer bin: Die Schlösser sind Universalschlösser. Jeder Schlüssel paßt, das ist total ätzend. Was denken sich die Heinis von UAZ dabei eigentlich und warum wollte der russische Versandhändler dafür 40 Euro haben? Ich hatte extra einen Satz Schlösser bestellt, aber die sind ja noch mieser als die alten. Meine Güte womit hab ich das verdient? Ich werde eine Zentralverriegelung nachrüsten, und damit 3 Türen verriegeln. Gibts für ca. 100 Euro, erfordert ein bißchen Kreativität aber man hat auch eine nette Fernbedienung mit einem Knöpfchen und dann sind 3 Türen entriegelt.

Aber ..... das macht irgendiwe auch Laune nach mehr, nachdem ich nochmal die Story von der Frau gelesen hab, die einen SIL131 als 6x6 in Polen gekauft hat und den auch komplett restauriert hat denk ich fast mal daß 6x6 doch was für Weicheier ist, 8x8 wäre eine echte Herausforderung. Aber der Tatra hat einen 30 Liter Allstoff-Motor, der zieht sagenhafte 100 Liter Benzin auf 100 km durch. Zum Glück hab ich nen LKW Parkplatz vor meiner Haustür :-) und der "kleine" V8 mit ca. 4 Litern soll angeblich nur 35 Liter auf 100 km brauchen, der "große" mit 6 Litern liegt bei ca. 65 Litern auf 100 km :-( Aber mal sehn, mein Traum ist ein alter rheinischer Bauernhof wo man mal 2-3 Fahrzeuge unterstellen kann.

#13 RE: Re: mein UAZ 3741 von ojutan 14.04.2013 23:33

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Soderle - er fährt, ist überaus durstig und die Abgase riechen stark nach LPG (Flüssiggas).
Eingestellt war er in der Benzineinstellung.... es gibt 2 Striche auf der Riemenscheibe. Einer für OT, einer ist vermutlich 9° vor OT, normalerwiese für eine Blitzpistole gedacht die im Leerlauf Blitze feuert und damit den zweiten Strich erhellt. War jedenfalls so bei meinem Audi 80L, BJ 72 und bei diversen anderen Autos die noch keinerlei Elektronik hatten. Die Pistolen waren damals unbezahlbar, im Jahre 2012 kost so'n Teil 12 Euro incl. Versand.

Er läuft damit, tut sich aber etwas schwer mit LPG anzuspringen. Und das Abbild von der Zündpistole zeigt mir daß das Auto ein (evtl mechanisches) Problem mit der Zündfrühverstellung hat. Im lpgboard.de schrieb einer, man soll nen Verteiler vom Fiesta nehmen und anpassen, der wäre deutlcih besser als das Original von UAZ. Im selben Forum schrieben andere, -6° wär für LPG von Vorteil. Ok, ich meß das aus, und ein Strich auf der Skala sind ca. 3°. Und er kommt bei niedrigen Drehzahlen nun echt gut-. Allerdings ist der Verbrauch (50% mehr als vorher) und der Geruch der Abgase ein Hinweis auf weitere Einstellarbeiten.

Weiß jemand hier wie man einen BRC Verdampfer vom Typ AT90E 100 kw einstellt? Er hat ne kleine Schraube für Leerlauf, und zwei Inbuss Schrauben für Teillast und Vollast und noch eine Schraube im Gas-Schlauch richtung Vergaser.

Die Omskshina Reifen sind ok, die Montage war nicht allzuaufwendig aber für Geschwindigkeiten mehr als 100 km/h werde ich die noch mal auswuchten lassen. Ich stell noch nen Film bei Youtube rein, wo man den Reifenwechsel beobachten kann. Ist etwas aufwendiger als bei einem Fahrrad, aber wird im Prinzip auch noch bei den großen LKW Reifen so gemacht, z.B. beim PAZ Bus. Leider war es stockduster als wir die Reifenpanne behoben hatten und der PAZ hat 18" oder 20" Reifen.

#14 RE: Re: mein UAZ 3741 von Ich 15.04.2013 00:47

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Was ne Fummelei..., wenn ich bedenke wie problemlos mein Volvo mit Gasanlage läuft, scheint das beim UAS ja mehr gefrickelt zu sein. Was an einem anderen Verteiler besser sein soll, erschließt sich mir zwar nicht.., aber..
Da LPG ja noch zündunwilliger ist, als Superbenzin, empfielt sich natürlich eine ziemliche Frühzündung, also noch mehr, als für 95er.

Beim Auswuchten der Reifen auf Originalfelgen mußt du beachten, daß die über die Radbolzen gewuchtet werden müssen. Das Mittenloch ist nicht zentriert !!!
Wenn dein Auswuchtemann das nicht kann, weil er den Bolzenadapter für sein Wuchtgerät nicht hat, laß es lieber ganz sein.
Das ist besser, alls 200g an der falschen Stelle zu haben!!

#15 RE: Re: mein UAZ 3741 von ojutan 19.04.2013 22:10

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Als ich ihn gekauft hab war ja alles in Ordnung. Nur ist er mir dann später kaputtgegangen und dabei hab ich natürlich alles abgebaut, dabei die Zündeinstellung verfrickelt und die fürs LPG auch. Aber mit ein wenig NAchdenken läßt sich das wieder hinkriegen. z.B. hat die BRC Anlage einen Duchflußbegrenzer, der auf 5 1/2 Umdrehungen nach Verschluß stehen sollte. Das kann man nur durch Probieren herauskriegen, denn das ist im Lastbetrieb dynamisch, und man kann nur zweierlei Dinge tun. a) auf nem Leistungsprüfstand fahren und dran herumfrickeln oder b) einstellen, fahren, tanken, rechnen.

30 Liter war halt zuviel, 24 auch, aber für 24 Liter hatte ich zumindestens ein paar Stellungen des Reglers, von wo an die Fahrleistungen akzeptabel sind und wo das "Saufen" anfängt.

Und der Urzustand ist wiederhergestellt.... Läuft mit LPG ca. 115-120 km/h, 19 Liter auf 100 km und wer wird bei 72 cent/Liter meckern? der Tank hat 112 Liter Nutzvolumem (140 Liter brutto)..... da der Fiesta-Verteiler einen Hallgeber hat hat das Zündmodul vom UAZ Motor halt nix gezündet weil UAZ einen Induktiv-Geber hat. Wer in der Bosch-Welt zuahsue ist der weiß daß man daüfr entweder ein Zündmodul TZ-I braucht oder für den Fiesta-Verteiler ein TZ-H. Leider weiß kein einziger Bosch-Heini was ich brauche, nichts, gähnende Leere. Teile gibts ohnehin nur auf Bestellung. z.B. beim ATU: Zündspule, was ist das?

Ok der Fiesta Verteiler war also mechanisch passend aber das Gebersignal nicht. Hab den Kram wieder zurückgebaut und hab gestern vollkommen übermüdet an der Zündenstellung des UAZ-VErteilers rumgefummelt und schwups, nun rennt er wieder wie als ich ihn gekauft hab. Zufallstreffer, ich film das morgen wg. der Frühverstellung und doklumentier das entpsrechend. Die LPG Anlage hat in Polen 300 Euro gekostet und pustet das Zeug rein zwischen Luftfilter und Vergaser. Das ist die LPG Umrüstung erster Generation, da is nix mit Abstimmen, Bordcomputer mit neuen Steuerkurven programmieren und so... es gibt ja nicht mal ne Lamdasonde, das System ist rein passiv. Nennt sich BRC AT90E 100 kw (und 30 Liter pro 100 km entspricht 100 KW) und natürlich gab es nur diffuses HAlb wissen wie man das einstellt. Mit Probieren hab ich es nun wieder halbwegs hingekriegt.

Mit Ausnahme des Leerlaufs.... und der dürfte wohl wegen dem mechanisch hinfälligen UAZ Verteiler auch nicht besser hinzukriegen sein. Und die (nicht existierende) Qualität der Ersatzteile schreit geradezu nach Ersatz. Beispiel: bei meinem 21 Jahre alten MB100 ist ein "Gelenk für die Spurstange" kaputtgegangen. Hat immerhin 21 Jahre und 260.000 km gehalten. Am UAZ: 50.000 km, 10 Jahre alt, gleiches Verschleißbild, geliches Teil. Nur daß die Stange für die Koppelung der beiden Rädern bei UAZ vorne und beim MB100 hnter dem Rad ist.

UAZ Teile sind also (in diesem speziellen Fall) fünfmal so schnell hinüber. Bei Merzedes kost so'n Teil 30 Euro, bei den UAZ Teilehökern auch, aber die sind dann auch ruckzuck hinnuüber. Wenn ich was bei Merzedes finde was für den UAZ paßt dann tausch ich das aus, ohne mit der Wimper zu zucken. So wie auch der Verteiler, weil auch schon neue ERsatzverteiler von UAZ defekt waren, z.B. hat die Unterdruck-Frühverstellung zwar nach früh verstellt aber das Ding ist dann in der "Früh" STellung geblieben obwohl es neu war und unverschämte 160 Euro gekostet hat.

Zum Glück bin ich demnächst in Kirgisien und in der Mongolei wo solche Teile gebraucht für ne Handvoll Euro zu haben sind, ansonsten würd ich mich schwarzärgern. Und man muß sich mit der Materie verdammt gut auskennen, ansonsten kriegt man schnell nen Frustanfall.

#16 RE: Re: mein UAZ 3741 von Ich 20.04.2013 08:36

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Das würde ich ja nicht ganz so stehen lassen...

Man braucht beim UAS ja nicht immer das ganze Teil tauschen.. Bei der Spurstange zb muß man nicht die ganzen Köpfe tauschen, sondern kann nur die Platten tauschen. Und man kann das Teil nachschmieren. Einige Köpfe kann man sogar nachstellen...

200000 km wirds dann trotzdem nicht halten, das bleibt klar !!

Die Teilequalität heutzutage ist wirklich bescheiden, hört man immer wieder.
Früher dachte man, das die sowjetischen Teile eine schlechte Qualität haben...hahaha, das war ein Irrtum. Das sind die qualitativ besten Teile, die man kriegen kann.
Alles was heute gebaut wird, ist bedenklich. Wobei ja viele Teile von dubiosen Kleinfirmen in Rußland gefertigt werden, ohne jede Kontrolle. Der Rest kommt aus China..., und deren Qualitätsstandards sind ja bekannt. Selbst im Werk in Ulja werden chinesische Teile verbaut....

Was treibst du denn dauernd in Kirgisien..?? Beruflich, oder Urlaub? Da möcht ich ja auch mal hin......

#17 RE: Re: mein UAZ 3741 von ojutan 23.04.2013 20:57

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Also bei meinem bröckelte das Gummi raus, hat ca. 1 cm Spiel und der komplette Ersatz kostet bei Mikomara 13 Euro pro Seite. Für 25 Euro haben sie einen Reparatursatz für beide SEiten, für 26 Euro hat man alles komplett getauscht. Ich glaub Bremsbeläge werd ich mir auch mal auf Verdacht kaufen, kost nicht viel und man kann neue Beläge aufnieten so wie früher beim VW Käfer.

Ach ja Kirgisien.... Urlaub und etwas Musikforschungen privater Natur. Ich spiele ein Streichinstrument das in ganz Zentralasien verbreitet ist und wollt mal hören was die Kirgisen so an Musik drauf haben. Da ich einigermaßen gut russisch kann besuch ich nun all die Länder die früher mal zur Sovjetunion gehört haben. In Kasachstan war ich auch schon, fast ein dutzend Mal in der Mongolei, und näcshtes Jahr steht die "autonome Region Tuva" auf der Liste. In Usbekistan wollte ich vor 22 Jahren studieren, war aber nicht mutig genug dafür. Eventuell geh ich 2015 für 1-2 Jahre noch mal als Lehrer in die Westmongolei (ich kenne einen Verein der mich da unterbringen könnte) oder nach Tuva. Hängt ein wenig von meinem Job ab, da ist auch nicht gerade alles bestens.

#18 RE: Re: mein UAZ 3741 von Ich 23.04.2013 22:23

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Na, wenn nur der Gummi ab ist, bleibt nur das Fett nicht drin. Das is fix gemacht..
Bremsbeläge zum aufnieten gibts heute aber auch nur noch selten.., jedenfalls vorgebohrte. Das aber nicht schlimm, die Löcher passen eh meist nicht.

Den Job möcht ich auch mal haben, der mich soviel reisen läßt!!!!

#19 RE: Re: mein UAZ 3741 von ojutan 17.05.2013 15:19

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Mein Job nennt sich Kundenbetreuung im Softwaregeschäft, für eine Software die "Comos" heißt. Allerdings bin ich aktuell gerade im Urlaub und jobmäßig komm ich eher mal nach Rio oder Shanghai, aber eher weniger nach Kirgisien oder in die Mongolei. Am 15.6. gehts z.B. beruflich nach Israel, in China haben wir gerade unsere Festangestellten abgezogen und werden sie wohl auch wieder zentral von Bonn aus betreuen. Für den Vertrieb mach ich viel Presales zwecks Auslegung von Hardware, Servern und Netzwerken, und komm auch deshalb ungewöhnlich viel herum.

Kann allerdings ziemlich nervig werden, auch ist mir meine Freundin und deren Tochter deswegen abhanden gekommen. Die wollte einen treusorgenden Familienpapa haben und nicht einen der jede 2. Woche 5-15 Flugstunden entfernt arbeitet, manchmal um 6 Uhr morgens oder um 23 Uhr abends noch Homeoffice macht und Telcos führt. Das ist ein unangenehmer Nebenaspekt meiner beruflichen Tätigkeit, aber die Mongolei war wegen ihrer Herkunft für uns beide immer ein passender Ort um Urlaub zu machen und nach der Trennung ist es dabei geblieben.

Jedenfalls hab ich gerade eingekauft zum Lokalpreis.... Verteiler+Zündmodul für ca. 50 Euro, Lichtschalter 7 Euro, Zündschalter 8 Euro und das waren schon die teuren Teile made in Rußland, sie hatten auch halb so teure Teile da, Made in China. 2 Schläuche aus Rußland kosten 24 Euro, aber mittlerweile hab ich wohl 25-27 Kilo zusammen, von insgesamt 30 Kilo Freigepäck. Die Schläuche hauen noch mal mit 5 Kilo rein :-(

Ich weiß daß die "Locals" hier nur Austausch/Reparatursätze kaufen, denn ein Satz Gummiteile für die Spurstange kosten hier keine 2 Euro und der Spurstangenkopf ca. 10, aber das konnte ich ja nicht ahnen weil ich sonst nur die Preise ausm Versand kenne. Und wenn ich da in Deutschland für einen Euro Aufpreis ein komplettes Teil krieg dann geb ich diesen Euro gerne aus und kann hinterher das Alltteil schlachten und dann schauen wie man beim nächsten Mal die Reparatur besser hinkriegt. Denn irgendwann irgendwo in der Pampa stirbt die andere Spurstange auch mal und dann sollte ich wissen wie das Teil innen aufgebaut ist um dann zu improvisieren.

Für die Bremszylinder hab ich jedenfalls die Reparatursätze und nicht die Komplett-Teile geholt... nachdem ich einmal life erlebt hab wie ein Bremszylinder ganz ohne Rep-Satz wieder instandgesetzt wurde. Und das hat bis jetzt gehalten.

Aktuell steht er wg. Wackler am Zündschalter (Made in China, Defekt nach 3 Monaten) aber zum Glück ist mein Bruder nicht in der Pampa liegengeblieben sondern vor seiner eigenen Garage. Ich hatte den UAZ dagelassen und ihm 3 Fahrstunden gegeben.... für jemanden mit 2 Meter Körpergröße zwar ziemlich unbequem, aber am Ende hat ihm der Bus so gut gefallen daß er dafür sogar den alten MB100 hat stehengelassen.

#20 RE: Re: mein UAZ 3741 von ojutan 20.07.2013 13:57

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ein Clip: Reifenwechseln, ohne Hilfe.
15" Schlauchreifen ersetzen

Vorsicht mit dem Reserverad!

ISt mir auf die linke Hand gekracht, Folge: 2 Knochenbrüche und eine Operation die noch kommt - Knochenstücke aus dem Fleisch entfernen.

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