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#321 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Dirk 01.08.2018 13:58

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Hallo Holger,

Zitat
....weil andere eben "Scheiße" aussehen


und da sind wir wieder beim jeweils persönlichen Geschmack
Es bringt wie immer nicht viel, darüber weiter zu diskutieren.
Ich find beispielsweise die dicken Reifen auf meinem GAZ toll,
Originalos finden sie kagge und fahren lieber Trennscheiben, jo, kann ich gut mit leben



Zitat
....UND WIR LEBEN ALLE NOCH !


grundsätzlich vertrete ich schon Deine Meinung.
Wer so ne alte Militärkiste fährt, der muss sich darüber im Klaren sein, dass keine Sicherheits-Features verbaut sind
und es risikoärmere Möglichkeiten gibt, sich im Staßenverkehr fortzubewegen.
Aber man kann UNNÖTIGE Risiken doch wenigstens ausschließen, wir leben doch auch so schon genug am Limit, oder


wie auch immer, jeder soll seinen Spaß haben
und hoffentlich immer gute Fahrt

viele Grüße
Dirk

#322 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 01.08.2018 18:57

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"Das haben wir alle so gemacht." "Wir leben alle noch." Meine Mutti hat immer gesagt: "Ich weiß nicht was die Leute haben, früher haben wir auch das Quecksilber mit der Hand vom Tisch gewischt." Ich könnte noch eine Weile so weitermachen. Das sind alles "Argumente", die ich in der Art als Kind schon gehört habe. In diesem anderen kleinen Land, in dem ich geboren wurde, und dass es heute nicht mehr gibt. Und weißt du was, das hat mich damals schon nicht überzeugt, weil ich lieber selbst nachgedacht habe. Und beim Denken, da hilft keiner, das muss man ganz alleine machen.

Bei der Armee, bei der ich war, habe ich diesbezüglich nur eines gelernt. Bloß nicht der Technik vertrauen, denn ich wusste ja, wie "gut" die funktioniert & vor allem, wer sie wie repariert & wartet. Okay, nun war das die Armee des Klassenfeindes, die mit klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor marschieren wollte. Sagen wir mal, das Vertrauen in die Armeetechnik war zum damaligen Zeitpunkt gerechtfertigt, dann aber auch deshalb, weil das Zeug eben damals noch nicht tausend Jahre alt war. Und wenn ich mir ein solches Fahrzeug von damals besorgte & es hätte noch die Reifen, Schläuche, beliebiges Teil dieser Art aus Gummi oder Plastik mit Herstellungsdatum aus genau dieser Zeit, dann würden die rausfliegen. Dabei spielt es auch gar keine Rolle, ob es nun ein Niederdruckreifen aus der DDR oder der UdSSR ist oder ein Radialreifen aus der BRD oder den USA. Das Alter ist doch entscheidend. Bzw. die Überalterung.

Ich kann auch nichts sagen zu P 3- & Uaz-Fahrern, zu den Urals aber schon. Und die meisten von den Originalreifen sahen schon von weitem nicht mehr besonders aus. Wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, waren manche auch total hinüber. Und natürlich haben die Fahrer immer den gleichen Mist erzählt. "Die sind noch gut. Die sind die besten. Die müssen so sein. Es geht mir um die Optik. Es geht mir ums Geländefahren. Usw." Ich bin aber nicht blöd (also nicht so blöd ). Bei den meisten geht es doch nur darum, das es die originalen sein müssen wegen der Optik oder aus Originalo-Gründen und/oder man nicht an neue russische herankommt. Lieber kauft man irgendwelche ausgelutschten Scheunenfunde zusammen. Und wenn dann neue Reifen draufkommen, sind die Schläuche alt, weil man sonst ja die Reifendruckregelanlage nicht benutzen kann. Alle Alternativen sind ja zu umständlich. Und neue russische Schläuche fallen ja auch nicht von den Bäumen. Und wie oft habe ich schon gehört, mein Reifenfritze hat gesagt, die Schläuche sind noch gut. Jajaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. In den meisten Fällen Augenwischerei!

Schon mal dran gedacht, die Karre erstmal stehen zu lassen, bis man was vernünftiges hat. Ach nee, man will doch fahren. Und ich sage nochmal, ich will nicht die Osttechnik schlecht machen, ich würde auch einen Westreifen mit Baujahr 1989 nicht mehr am Ural (oder wo auch immer) einsetzen. Weißt du, wie die REO-Fahrer im Verein das gemacht haben. Und da waren schon echt schräge Vögel dabei. Die haben ihre REOs (ausgemusterte Army-Fahrzeuge) auch mit Originalreifen entsprechenden Alters bekommen. Das waren oft sogar auch Gewebereifen. Die Jungs haben die alten Schlappen entsorgt, mit der Begründung, dass sie hinüber sind, überaltert wären & sich beim Ami totgestanden haben. Zu gefährlich im Straßenverkehr. Und weil sie trotzdem schnellstmöglich fahren wollten, habe sie eben normale Schläuche eingebaut & auf die Reifendruckregelanlage verzichtet. Und die REO-Jungs haben sonst auch nichts auf die Ami-Technik kommen lassen. Trotzdem waren sie vernünftig genug, den alten Mist wegzuschmeißen.

Um den lieben Dirk zu beruhigen, mein nächster Beitrag hier (nachher) ist wieder aktueller Natur. Ich schlage auch vor, diese Diskussion in den Lach- & Sachgeschichten weiterzuführen, denn dort gehört sie auch hin & wir halten die Stränge halbwegs sauber.

Grüße.
Axel

#323 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 01.08.2018 19:49

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Also weiter geht's. Da mein Kompressorchen wieder läuft, kann ich nun endlich mit dem im Herbst schon begonnenen Einsprühen des Lasters mit Fluid Film weitermachen. Bei der Hitze zurzeit immer nur ein bisschen. Die Außenseite des Rahmens ist schon fertig.
Außerdem habe ich das Ersatzrad wieder fit gemacht. Alles Schrammen & Muttern wieder schwarz gestrichen, auf das der Rost keine Chance hat.

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Hier die Radinnenseite mit neuem Bolzen (noch blank) & neuem "Ventil".

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Hier die Außenseite samt neuer Schraube aus Westproduktion auf dem neuen Bolzen. Zum Vergleich links vom Radhahn die Oldschoolversion.

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Hier ist die Felge wieder ein Traum in Schwarz, komplett. Nur der Reifen sieht noch oll aus.

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Natürlich musste der Elefant mal wieder ran. Und das an beiden Seiten bei der Hitze. So sieht's wieder schick aus.

Grüße.
Axel

#324 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Dirk 02.08.2018 07:41

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Zitat von Ion Tichy im Beitrag #322


Um den lieben Dirk zu beruhigen,





keine Sorge, ich bin völlig entspannt Warum auch nicht.
In Deinem obigen Essay wurde Dein Standpunkt fast schon in epischer Breite dem geneigten Leser nahegebracht ,
ich glaube, man hats nun verstanden

Ich habe aus Deinem Beitrag gerade gelernt, dass man für Reifendruckregelanlagen andere Schläuche braucht,
also wars auch für mich nicht unnütz

Achso, schick sehen sie aus, Deine geputzten Reifen!
Das mache ich vor nem Oldie-Treffen auch so ähnlich,
einmal mit ner Dose Silikonspray ringsrum, und schon glänzen sie wieder geschmeidig schwarz.

Viele Grüße
Dirk

#325 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 02.08.2018 10:16

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Einmal Oberlehrer, immer Oberlehrer. Deshalb ist auch noch lange nicht Schluss!

Beim Elefantensperma hoffe ich ja immer, so ganz weit hinten im Kopf, dass tatsächlich auch ein klitzekleines bisschen Gummipflege mit dabei ist & nicht nur der optische Effekt. Naja, wie gesagt, ich hoffe.

Das Problem mit den Ventilen, Schläuchen & der Reifendruckregelanlage ist in der Tat nicht uninteressant. Schon, weil bei den Ami-Lastern teils das gleiche Problem besteht. Dabei bin ich mir sicher, dass es da noch andere Patente ohne besagte Problematik gibt. Diese Reifendruckregelanlagen sind wahrscheinlich technisch wesentlich komplizierter.
Jedenfalls ist der Lösungsansatz des großen Weisen, der ja auch der meine ist, eine echte Alternative, die gleich mehrere Probleme löst. Aber gut, jeder, wie er will.

Grüße.
Axel

#326 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von russ.snaiper 02.08.2018 19:44

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Naja , die Russen müßten ja die meisten Erfahrungen mit den Reifendruchregelanlagen ja haben . Sie haben es ja Erfunden . Übrigends ist der Fennek das erste Fahrzeug der BW , welches mit so einer Regelanlage ausgerüstet ist .

#327 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 04.08.2018 13:54

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Das mag so sein mit den Russen. Ich meine, die russischen/sowjetischen Reifendruckregelanlagen gehören im Aufbau zu den einfachsten/primitivsten. Und genau daraus leiten sich ihre hervorragenden Eigenschaften ab, gerade für ihren Einsatzzweck beim Militär. Sie sind wenig störanfällig sowie leicht, behelfsmäßig & feldmäßig zu reparieren.

Trotzdem ist es auch interessant, wie andere technische Lösungen aussehen. Unabhängig davon, ob ich diese an meinem Fahrzeug nutzen wollte oder nicht. In der Treckerbude zeigten sie mir vor geraumer Zeit mal eine Variante aus der Landtechnik, und das war eine richtige Apparatur & nicht nur ein Schlauch & ein Luftkanal in ner Steckachse. Das funktioniert bestimmt auch gut, ich stelle mir aber zum Beispiel vor, dass wenn die Teile mal kaputt sind, sind sie nicht so einfach vor Ort zu reparieren, evtl. könnte man dann schnell das ganze Teil tauschen.

Was die Problematik Reifendruckregelanlage<->Schlauch angeht, möchte ich mal sagen, das ist vor allem ein Ural-Problem (& REO natürlich ). Denn ich weiß nicht, ob es nicht bei anderen Sowjetfahrzeugen anders funktioniert. Die Schläuche selbst sind ja gleich, die Anschlüsse & Ventile sind bei Verwendung von Reifendruckregelanlagen eben anders. Mir persönlich sind am Ural drei Reifenplatzer bekannt, davon wiederum sind mir zwei selbst passiert. Zugegebener Maßen handelt es sich bei allen drei Platzern um Westschläuche. Jedoch lag in allen drei Fällen die Ursache nicht am Schlauch selbst. Sondern einmal an einem gebrochenem Blechring (statt eines Wulstbandes), einmal an einem alten schadhaften Wulstband & einmal an zu hohem Reifendruck bei dafür nicht geeigneter Felge. Das heißt, es hätte den Sowjetschlauch genauso zerlegt. Nur kann ich mir Ersatz jederzeit im Laden holen.

Grüße.
Axel

#328 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 05.08.2018 20:07

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Gestern begonnen, den Innenrahmen mit Fluidfilm einzusprühen. Außerdem am letzten Rad Muttern & Schrauben geschwärzt, jetzt sind alle Räder wieder schick.

#329 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 08.08.2018 13:51

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Auch wieder gestern habe ich es nun endlich mal geschafft, die Lenkung zu entlüften. Das hatte ich schon lange vor, nachdem ich dummerweise den Ersatzradhalter von Hand in die gehobene Stellung gebracht hatte & dabei leider den Betätigungshebel eben nicht betätigt hatte.
Jedenfalls den Laster soweit aus der Halle gefahren, dass der Ersatzradhalter genug Platz zum Senken hatte & man dann noch das Ersatzrad draufrollen konnte. Dann die Vorderachse aufgebockt. Danach mit laufendem Motor meine Holde die Lenkung jeweils bis zum Anschlag betätigen lassen & etwas Öl nachgefüllt. Danach den Ersatzradheber einmal leer & dann unter Last mehrmals betätigt. Anschließend wiederum die Pumpe die restliche Luft herausdrücken lassen. Nun den Motor wieder abgestellt & die Vorderachse wieder abgelassen. Dann Öl bis zur oberen Marke nachgefüllt & den Wagen zurück in die Halle gefahren. Das alles bei 35 Grad Celsius, danach war ich zu fertig, um noch für Igor nach dem Filtergehäuse zu schauen. Evtl. mache ich das nachher.

Viele Grüße.
Axel

#330 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 26.08.2018 20:37

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Schon wieder gestern haben wir eine kleine Ausfahrt gemacht, und zwar dorthin, wo ich den Laster das erste Jahr stehen hatte. War eine coole Fahrt auf Autobahn, Bundes- & Landstraße sowie innerorts. Auf der Autobahn schön mit 80 km/h rumgeballert. Der Laster fährt ganz gut. Der Drehzahlmesser ist ab & zu mal ausgestiegen, das ist neu. Ist beim Fahren nicht so schlimm, solange der Tacho mitmacht. Der ist allerdings schon immer eine Diva. Aber mittlerweile habe ich genug Gefühl beim Fahren, dass es auch beim Ausfall von beiden kein Problem ist.
Insgesamt müssen es etwa 140 km gewesen sein, die wir zurückgelegt haben. Genau kann ich es nicht sagen, weil der Kilometerzähler zeitweise rückwärts gezählt hat. Das habe ich noch nie gesehen & nicht schlecht gestaunt. Plötzlich lief er dann wieder vorwärts.

Bild entfernt (keine Rechte)
Genau auf der anderen Seite des Zauns war 1 Jahr lang der Standplatz.

Auf der Rückfahrt in Marburg kam von einer Auffahrt ein Kleinwagen. Der verschwand dann rechts neben mir im toten Winkel. Meine Frau hat nicht schlecht gestaunt, als ich sagte, dass der Kleine für mich aus dem Blickfeld verschwunden ist. Sie sagte, er ist genau neben uns. Ich aber konnte ich ihn weder im Rückspiegel noch so, vom Fahrersitz aus, sehen. Mal wieder ein interessantes Beispiel. Irgendwann tauchte er dann vorm Kotflügel wieder auf.
Außerdem hatte ich in der letzten Zeit im Koffer eine Art Halterung gebaut, um die beiden Werkzeugkästen mitnehmen zu können. Erst wollte ich alles in den Stauraum unter dem Bett bauen. Es wäre aber unpraktisch gewesen, die schweren Kästen jedes mal dorthin zu bugsieren. Deshalb habe ich das ganze, übrigens aus Holzresten, gleich seitlich hinter der Einstiegstür installiert. Hat alles prima gehalten.

Das Wetter war top, die Fahrt hat super Spaß gemacht. Und Mr. Mighty fuhr prima & ging voll ab. Teilweise musste ich sogar bergauf noch vom Gas gehen, weil ich die 80 km/h schon überschritten hatte & er immer noch beschleunigte.
Viele Grüße.
Axel

#331 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von russ.snaiper 28.08.2018 19:27

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Den AMI-Hänger , auf den Bild , hätte ich mir gleich mit einverleibt . Der wäre genau richtig , um das ganze Gerödel mit zu Verlasten , wenns mal zu einer Veranstaltung ginge .

#332 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 05.09.2018 18:04

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Am Sonnabend wollten wir eine kleine Ausfahrt in die Wetterau machen. Da war ich aber irgendwie nicht so gut drauf. Am Sonntag war ich ebenfalls unentschlossen, weil es nach Regen aussah. Nach einigem Hin & Her sind wir aber doch los, riesengroße Lust hatte ich nicht. Ich wusste aber, dass ich danach erstmal ein paar Tage nicht mehr zum Fahren kommen würde. Die Fahrt war dann auch irgendwie durchwachsen. Gleich im Nachbarort habe ich 2 mal den 3. Gang nicht geschaltet bekommen. Ich gehe davon aus, dass Bedienungsfehler meinerseits ursächlich waren. Irgenwie geht mir das immer schlecht von der Hand, wenn ich nur halb entschlossen mit dem Laster losfahre. Zum Glück ist der Ural ein geduldiger Kamerad & keine nachtragende Weichflöte. Es hat dann auch geregnet, dankenswerter Weise aber nicht allzu stark. Es ging ein ganzes Stück über die Bundesstraße. Dort fährt es sich einerseits recht angenehm & man kommt zügig voran. Andererseits kommen dort diverse Ampeln & mit denen hatte ich diesmal ebenfalls kein gutes Händchen. Ich konnte machen, was ich wollte. Immer, wenn ich dachte, jetzt kannst du drauf latschen, es bleibt grün, sprang die Ampel um. Quasi sobald ich Gas gegeben habe & wieder etwas Fahrt aufgenommen hatte. Und die Gelbphasen sind dort ziemlich kurz. Also musste ich jedesmal ordentlich bremsen & konnte diesmal das von mir bevorzugte Intervallbremsen nicht nutzen. Das ist zwar für den Laster kein Problem, aber es macht eben auch keinen Spaß, so zu fahren. Es ist einfach nur anstrengend. Außerdem haben wir uns die falsche Route ausgesucht, weil dort überall gebaut wird. Am Zielort, dessen Durchfahrt gleichzeitig den Wendepunkt bedeutet hätte, war die Ortsdurchfahrt gesperrt. Es ging durch diverse Käffer um den Zielort herum.

Insgesamt sehe ich die Fahrt trotzdem positiv. Die restliche Zeit hat es ja Spaß gemacht. Auch die andere Bremsweise mal anzuwenden ist bestimmt nicht schlecht, so erweitert man seine Fahrfertigkeit. Desweiteren bin ich endlich mal dazu gekommen, die Motorbremse auszuprobieren, allerdings passierte dort außer ein paar Furzgeräuschen nicht viel. Am wichtigsten ist aber, dass ich nun weiß, dass ich nicht mehr losfahren werde, wenn ich nicht 100% überzeugt bin, weil es sonst einfach nichts bringt.

Es müssten etwa 80 km gewesen sein (der Tacho hat kurzzeitig wieder rückwärts gezählt). Und das mit der Motorbremse steht nun auf dem Plan für die Wintersaison.

Viele Grüße.
Axel

#333 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von igor469 06.09.2018 09:21

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Hallo Axel.
Was willst du mit Motor Bremsen machen?
Geht der Motor aus wenn du drauf drückst? Dann sind die gut eigentlich.

#334 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von igor469 06.09.2018 09:24

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Die funktionieren bei Höhe Drehzahl, sonst unter 2000 Umdrehungen haben die wenig zu bitten.

#335 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 06.09.2018 14:02

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Zitat von igor469 im Beitrag #333
Hallo Axel.
Was willst du mit Motor Bremsen machen?
Geht der Motor aus wenn du drauf drückst? Dann sind die gut eigentlich.


Okay, ich fange mal an.
Ja, ich weiß, ich bin ja derjenige, der immer predigt, dass man die Motorbremse in der Regel nicht braucht, da genug Kompression aufgebaut wird.
Auf der einen Seite geht es um eine weitere Perfektionierung des Fahrzeugs, auf der anderen Seite erweitert sich ja inzwischen mein Aktionsradius. Und weil ich evtl. doch auch mal Richtung Taunus fahren möchte, wäre eine funktionstüchtige Motorbremse nicht schlecht. Da gibt es ja Abfahrten, wo du schnell mal den Luftvorrat aufgebraucht hast, wenn du nicht aufpasst, niedriger Gang hin oder her. Ist ja nicht immer wie auf der Autobahn, wo du dich bequem ausrollen lassen kannst. Außerdem wollen wir ja irgendwann mal gemeinsam mit unseren niedlichen kleinen großen bösen Lkw losfahren & wenn du dich an das eine Fahrtziel erinnerst, zu dem ich mal hin will, da müssen wir ebenfalls durch ein deutsches Mittelgebirge, da ist auch die Autobahn nicht ohne.

Klar geht der Motor aus, wenn man die Motorbremse betätigt, also zumindest im Standgas oder bei ganz geringer Drehzahl. Außerdem machen ja nur uncoole Leute den Laster mit dem Abstellknopf aus. Coole Typen nutzen die Zeit, in der der Motor im Standgas nachlaufen soll & legen z.B. schon mal die Unterlegkeile an die Räder oder prüfen, ob irgendwo was tropft usw. Danach stellt man sich lässig in die Fahrertür & stellt den Motor per Handdruck mit der Motorbremse ab.

#336 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 06.09.2018 14:45

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Zitat von igor469 im Beitrag #333
... Geht der Motor aus wenn du drauf drückst? Dann sind die gut eigentlich.

Zitat von igor469 im Beitrag #334
Die funktionieren bei Höhe Drehzahl, sonst unter 2000 Umdrehungen haben die wenig zu bitten.


Im Moment haben wir einen Lauf, ich weiß wieder mehr.
Da der Motor im Standgas & bei niedrigen Drehzahlen ausgeht, die Motorbremse dort also funktioniert, dachte ich zunächst, die Druckkolben wären evtl. zu schwach auf der Brust. Wie du weißt, war ich vorhin bei der Sparkasse. Dieselbe befindet sich im Nachbarort. Und jetzt rate mal, wohin ich noch schnell einen Abstecher gemacht habe. Die Jungs dort entwickeln sich so langsam zu absoluten Uralprofis. Jedenfalls gewann ich folgende Erkenntnis. Der Motor geht bei Betätigung der Motorbremse im Standgas/bei niedriger Drehzahl deshalb aus, weil du dabei die Förderung der Einspritzpumpe auf Null stellst. Du weißt dann aber noch lange nicht, ob die Drosselklappen im Auspuff funktionieren. Meist sind diese nämlich ausgebaut oder weggegammelt oder sie schließen nicht bzw. nur mit zu wenig Druck. Das Abstellen des Motors mittels Motorbremse im Stand sagt also über deren volle Funktionstüchtigkeit nicht mehr aus, als dass sie an der Einspritzpumpe richtig arbeitet.
Desweiteren ist es vermutlich unwahrscheinlich, dass beim Ural (unserer Fahrzeuggeneration) die Drehzahl eine Rolle spielt. Dies wurde erst bei geregelten Motoren neuerer Generation eingeführt. Dort wird die Motorbremse mit der Motorregelung gekoppelt, um so zu verhindern, dass bei niedriger Drehzahl der Motor abgewirkt wird (Einspritzpumpe auf Nullförderung).

Ob Kolben & Gestänge richtig arbeiten, kann man relativ einfach mittels Betätigung & Inaugenscheinnahme im Stand überprüfen. Mit den Drosselklappen ist es schon schwerer, da man sie ausbauen muss. Aber die gute Nachricht ist, dass die Jungs kein Problem darin sehen, die alten durch westliche Teile zu ersetzen (die originalen werden meines Wissens nämlich nicht mehr hergestellt).

Eine Frage an unsere Leichtölerfraktion. Habt ihr in euren Urals auch eine Motorbremse & funktioniert die genauso?

Grüße.
Axel

#337 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 07.09.2018 12:29

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Noch eine kleine Nachreichung. Da ich an das Werkzeug musste, habe ich die Gelegenheit genutzt & Bildchen gemacht von meiner Werkzeugkastenhalterung im Koffer.

Bild entfernt (keine Rechte)

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Sicherlich keine handwerkliche Höchstleistung & auch keine seltene Schönheit. Aber einfach, praktisch & funktionell. Sie hat beide Fahrten ohne Schäden überstanden, auch die Bremsaktionen. Die schweren Kästen sind dort sicher verstaut während der Fahrt.

#338 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von russ.snaiper 07.09.2018 12:40

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Wenn es funktionell ist , dann ist doch Gut .

#339 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von Ion Tichy 07.09.2018 12:43

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Jo, für mich als handwerklich unbegabt, ist das schon ne tolle Sache, wenn es tatsächlich wie gewollt funktioniert.

#340 RE: Weltall, Erde, 42 ... äh 4320 - Alles rund um meinen Ural. von hurricaneaicke 07.09.2018 15:15

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Die Leichtöler haben keine Motorbremse nur die Reibung des Motors selbst ist die "verschleißfreie Bremse". Daher steht auch im Handbuch bei Bergabfahrten ist die Fußbremse zu betätigen sobald die Drehzahl über 3000 U/min geht.

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