#1 Guten Tag zusammen von Smiti 11.01.2020 03:35

avatar

Guten Tag zusammen,
Ich bin der Christian, bin 41 Jahre alt und komme aus Mönchengladbach / NRW.
Ich bin KFZ Mechaniker in einer Mercedes Werkstatt und habe eigentlich schon seit je her Benzin im Blut.
Zur Zeit fahre ich als Daily einen Honda Civic und als Spaßauto einen Subaru Impreza WRX300. Bin auch schon seit ich 16 bin im Besitz diverser alter Vespas die z.T. auch schon komplett restauriert wurden.
Da ich vorhabe in Zukunft zusammen mit meiner Frau etwas mehr zu Reisen und ich in kein Flugzeug steige bin ich auf der Suche nach einem passenden Reisemobil um etwas durch Europa zu gurken.
Ich bin auch schon ein paar Jahre einen Suzuki Jimny (offroad) gefahren, den ich natürlich auch fleißig umgebaut habe, wie eigentlich jedes Fahrzeug was ich besessen habe
Bei meiner Suche bin ich jetzt aufs Kastenbrot gestoßen, ein Auto mit sehr viel Charakter, was mir und meiner Frau super gefällt.
Leider sind Infos zu diesem Fahrzeug recht spärlich gesäht und deshalb wollte ich mir hier bei euch mal ein paar Infos einholen.
Habe das Forum auch schon ein wenig durchsucht, leider sind Berichte zu neuen Buchankas immer schön angefangen worden und enden dann kurz nach der Abholung, also keine wirklich guten Infos für mich.
Mein Plan ist es eigentlich einen neuen bei Made in Russia zu kaufen und diesen dann nach und nach zum Overland Fahrzeug umzubauen.
Das der Buchanka mit keinem anderen Fahrzeug vergleichbar ist, ist mir vollkommen klar, das die Verarbeitung schlecht ist weiß ich natürlich auch schon.
Aber schlecht ist ja relativ meiner Meinung nach. Ich habe Horrorgeschichten von gerissenen Tanks bei Neuwagen gelesen, auch das man direkt das Getriebe zerlegen mußte um die Zahnflanken abzuschleifen.
Ist das an der Tagesordnung oder sind das eher Einzelfälle? Also ich kann mir schon vorstellen das so ein Getriebe seine Einlaufzeit brauch bis sich alles mal vernünftig aufeinander eingespielt hat, aber einen "Neuwagen" direkt komplett zu zerlegen halte ich dann doch für etwas übertrieben.
Klar Rostschutz sollte man betreiben, die Schlauchschellen gegen anständige ersetzen und das mal ein Simmerring kaputt geht und er anfängt Öl zu siffen kann ich auch nachvollziehen. Alles Sachen mit denen ich kein Problem habe, einen Keilriemen, Öle, ein paar Zündkerzen sowie Zündspulen hatte ich im Jimny natürlich auch immer an Bord und ist mir auch klar.
Ich frage mich nur ob so ein Auto (mit den richtigen Vorbereitungen) fürs Reisen (erstmal innerhalb Europas) wirklich geeignet ist.
Das Ding kommt ja schließlich aus Rußland und wird da ja auch millionenfach gefahren und dann soll hier in Deutschland, wo wir von so Offroadstrecken wie un RUS nur träumen der Tank bei normaler Benutzung reißen - kann ich mir irgendwie nicht vorstellen??!
Ich bin die Tage zufällig auf die Seite Russenblech gestoßen, das war die erste Quelle, die für mich mal aussagekräftig war und wo Sachen beschrieben wurden, die mir auch einleuchten und mit denen ich auch leben kann.
Falls jemand noch andere gute Seiten, Threads hier im Forum oder links zu dem Thema "neuer Buchanka" hat kann er mir sie gerne zukommen lassen, das wäre super nett.
Zum Schluß noch ein paar konkrete Fragen:
Lohnen sich die verstärkten Achsen vom Patriot?
Wie funktioniert die "elektrische" Hinterachssperre?
Was hat es mit der Leistungssteigerung durch Hunter-Steuergerät auf sich? Funtioniert das plug & play?

Sorry das ich so viel geschrieben habe, über Antworten würde ich mich aber trotzdem freuen

Gruß und Danke

Smiti

Hier noch zwei Bilder von meinem alten Jimny:


|addpics|sf8-1-cac1.jpg,sf8-2-c47a.jpg|/addpics|

#2 RE: Guten Tag zusammen von Paparazzo 11.01.2020 09:40

avatar

Hallo Christian,

herzlich willkommen hier im (überwiegenden) Forum für russische Gelände- und Lastkraftwagen.
Bin mal gespannt, was Tom (Russkiy) zu Deinem UAZ 452-Interesse schreiben wird.

Danke für Dein umfangreicheres Intro.

#3 RE: Guten Tag zusammen von igor469 16.01.2020 06:24

avatar

Willkommen.
Was ich aus russischen Seiten raus bekommen habe wegen hintere Sperre, das es keine eigene Entwicklung ist.
http://www.eaton.de/Eaton/ProductsServic...ocker/index.htm

#4 RE: Guten Tag zusammen von igor469 16.01.2020 06:43

avatar

Hunter soll 128 Ps haben,
Buhanka etwas weniger.
Ein Patriot mit dem ZMZ PRO Motor 150 Ps. Chip macht vielleicht 10 Ps mehr. Und Steuergerät? Was soll der bringen? Wenn der überhaupt passt.

#5 RE: Guten Tag zusammen von igor469 16.01.2020 08:38

avatar

Nur als Beispiel.
Ich hatte ein Hunter und Alex auch. Gleiche Baujahr, aber die Steuergeräte mit verschiedenen Nummern und wenn man die getauscht hat, sprangen die Motoren nicht an.
Das ist zum Tausch.
Versiegeln ist ein muss bei dem Fahrzeug.

#6 RE: Guten Tag zusammen von russ.snaiper 16.01.2020 18:33

avatar

Hallo igor469 , das ist aber toll das EATON sowas baut ! Da müßte ich mich doch glatt einmal dort erkundigen , da es ja auch in Nordhausen ein EATON- Werk gibt .

#7 RE: Guten Tag zusammen von Russkiy 16.01.2020 18:45

avatar

Hallo Smiti, Deine Netzrecherche über seltsame Dinge kommen aus den diversen Foren die es inzwischen über den UAZ und die Buchanka gibt. Dimitri hat sicher Dutzende verkauft und noch ebenso viele stehen noch zur Auslieferung an. Ich selber fahre meinen Farmer nun seit über 5 Jahren und kann den Horror nicht teilen.
Mein Russkyi wird wirklich nicht geschont, aber läuft prima.
Der Umbau vom Steuergerät funktioniert nicht, es besteht keine Kompatibilität.
Ich glaube auch die Achsen sind kein Schwachpunkt, was sollen die Patriot besser können?
Eher gibt es Verbesserungen an der Federung.

Mann muss sich auf die russische Technik einlassen und kann dann sehr glücklich werden. Das gilt auch für meinen Hunter Jungle mit gut 3 Jahren und auch im besonderen für meinen Rusputin, dem 11 Jahre alten Niva in der Familie.

#8 RE: Guten Tag zusammen von Anax 17.01.2020 07:27

avatar

Hallo Russkiy,
der Dimitri sagt in seinem Video über den Buchanka in der Jubiläumsedition, er hätte die verstärkten Achsen des Patriot drin. Das sollte also der Unterschied sein, stärkere Achsen.

cheers
Jochen

#9 RE: Guten Tag zusammen von igor469 17.01.2020 09:31

avatar

Mojen.
Das sind keine verstärkte Achsen!
Sondern die verstärkten Steckachsen, man kann viel erzählen, na ja, viele glauben das Gequatsche. Und was geht als nächstes kaputt? Diferenzial!!!!! Mit gebrochene Steckachse kann man noch fahren, aber mit kaputten Dif nicht mehr.
Oder willst du 35 Reifen drauf machen?

#10 RE: Guten Tag zusammen von igor469 17.01.2020 09:34

avatar

Und was haben alle mit diese Jubiläums Model? Wegen der Farbe? Diferenzial hinten?
Alles gleiches Fahrzeuge.

#11 RE: Guten Tag zusammen von igor469 17.01.2020 09:34

avatar

https://4x4krd.ru/katalog/internet-magaz...a-most-spasjser

#12 RE: Guten Tag zusammen von Smiti 17.01.2020 18:04

avatar

Vielen Dank für die ganzen Tips und Erfahrungen.
Das mit dem anderen Steuergerät hatte ich von einem Video, wo der Buchanka auf der Abenteuer Allrad vom Westeuropa-Manager von Rif4x4 vorgestellt wurde.
Ist mir an sich auch egal, wenn das mit dem Steuergerät nicht geht, es gibt ja noch genug anderes am Fahrzeug zu tun und die 112 serien-PS reichen wohl auch aus, denke ich mal - Ich habe eh nicht vor nen Hänger zu zu ziehen.
Wenn ich mir die Achsen in den beiden Vorstellungsvideos von made in Russia ansehe, hat das Sondermodell aber wirklich komplett andere Starrachsen als der Normale, also nicht nur andere Steckachsen.
Beim Jubi sieht man an der Achse (jeweils an der entgegengesetzten Stelle zum Diffeingang) die Diffdeckel, die man wohl abnehmen kann, beim normalen ist dort kein Deckel zu sehen und die Achsen scheinen auch anders aufgebaut zu sein.
Wie gesagt, leider habe ich mein ganzes Wissen zum Buchanka aus dem Internet, ich kenne leider niemanden der so ein Teil fährt persönich.
Aber ich bin halt jemand, der sich versucht schlau zu machen, bevor ich eine größere Investition tätige. Er kostet zwar "nur" um die 20k €, aber auch dafür mus eine alte Oma lange stricken und da ich ja einen Camperausbau anstrebe möchte ich kein Geld für nen Ausbau in ein Fahrzeug stecken wo ich bei jeder Fahrt mit dem schlimmsten rechnen muß.
Bis jetzt bin ich abr immer noch verliebt in den Bus, ich hoffe das ich mir demnächst mal einen live angucken kann.
Nach meinem jetztigen Wissensstand würde ich sämtliche Verkleidungen abbauen, Schweißnähte mit Sikaflex versiegeln, Hohlräume, Unterboden und sämtliche Schraubpunkte von den Türscharnieren mit Mike Sanders behandeln, die Hydraulikschläuche der Lenkung gegen anständige doppelwandige tauschen, die Kühlmittelschläuche gegen bessere (evntl Silikonschläuche) tauschen und alle wichtigen Schrauben nachziehen, evntl mit Loctide mittelfest einsetzen. Innenkotflügel sind natürlich auch Pflicht.
Nach 2000 km alle Öle wechseln, bis dahin sollte er ja etwas eingefahren sein und sämtliche Zahnräder sollten sich etwas aufeinander eingespielt haben. Bei meinen bisherigen Fahrzeugen bin ich mit etwas Molykotezusatz in den Ölen auch immer ganz gut gefahren, würde ich dann da wohl auch machen.
Was haltet ihr von meinen Plänen bzw Einschätzungen

Danke und Gruß

#13 RE: Guten Tag zusammen von igor469 17.01.2020 20:37

avatar

Wegen die Achsen.
Die Russen bauen rein was gerade da liegt.
Mittlerweile bauen die die alten Achsen und da zwischen andere mit dem Deckel.
Verstärkte Steckachsen sind gegen Aufpreis von der Firma ИжТехно. Man kann alles Nachhinein kaufen und einbauen.
Uaz in Russland kostet 10.689 Euro als 9 Sitzer.

#14 RE: Guten Tag zusammen von TSRalex 18.01.2020 08:17

avatar

Zitat von igor469 im Beitrag #13
von der Firma ИжТехно


Interessante Seite - danke!

#15 RE: Guten Tag zusammen von Anax 18.01.2020 10:56

avatar

Zitat von Smiti im Beitrag #12
Innenkotflügel sind natürlich auch Pflicht.


Smiti, was du schreibst, finde ich absolut stimmig und will ich für meinen, der da hoffentlich auch bald kommt, auch so oder so ähnlich machen.


Einzig, was habt ihr immer mit den Innenkotflügeln? An meinem Lada habe ich auch keine drin und alle erzählen was von Innenkotflügeln.
Ich bin ab und an Offroad unterwegs und gerne in irgendwelchen Schlammlöchern. Die Innenkotflügel speichern den Modder ja hervorragend und dann hast du es da hintendran immer schön feucht nach jeder Fahrt im Regen. Und dann muss man die Innenkotflügel ständig abschrauben und den Modder entfernen. Und der Plastik Kram wird auch nicht besser vom ständigen an und abschrauben.
Wenn du keine Innenkotflügel hast, ja, dann ist die Lackschicht durch Steinchen schneller kaputt. Aber dagegen hilft dann Mike Sanders, FuildFilm & Co. Jedenfalls hast du die Möglichkeit, da immer einen Blick rein zu werfen und zu schauen, wie es aussieht. Mit ist es bei den Russen eigentlich lieber, alles jederzeit im Blick zu haben als potentielle Problemstellen mit Plastik zu überdecken.
Ich gehe gerne mit einer Wachs-Unterboden-Fließ-Farbe her und Pinsele diverse Stellen ein, z.B. die Falze und Stöße. Dann habe ich da fließfähiges und elastisches Material drauf, was schon mal vor Wassereinbruch in dahinterliegenden Ritzen schützt. Und ansonsten Fett, Fett, Fett. Das einzig wahre Rostschutzmittel.

Ist aber nur meine Meinung.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz